Medizinerin beschert City mit Ärztehaus eine Blutauffrischung
Ordinationsteam von Martina Reingruber (m.) packt auch bei Umbauarbeiten mit an.
Der verlassenen und abgewetterten Bauressource direkt am Eingang zur Innenstadt von Waidhofen/Ybbs stehen wieder rosigere Zeiten bevor. Die Allgemeinmedizinerin und Hausärztin Martina Reingruber und ihr Mann haben das historische Kröller-Haus erstanden.
Bereits wenige Wochen nach dem Kauf haben sie mit Feuereifer mit dem Umbau in ein modernes Ärztehaus begonnen. Für die mit erfreulichen Neuigkeiten nicht unbedingt verwöhnte Waidhofner City ist das Projekt wie ein warmer Regen.
Finanzieller Engpass
Aufgrund der aktuellen Finanznot hatte die Stadt das vor sechs Jahren gekaufte Haus im Jänner wieder abgegeben. Es war eigentlich als Entwicklungsobjekt für Wohnungen gedacht. Der Beschluss im Gemeinderat, das Objekt nicht zu blockieren und um 295.000 Euro zu verkaufen, fiel einstimmig.
Einst beherbergte die Liegenschaft mit der prominenten Adresse am Unteren Stadtplatz die offizielle Steyr-Puch-Werkstätte samt Verkaufsstelle von Hans Kröller – noch immer ist die stolze Firmenbezeichnung in verblichenen Lettern auf der Fassade zu lesen.
Arzthaus
Doch jetzt will die seit 2014 in Waidhofen ordinierende Ärztin samt ihrem zehnköpfigen Team ihre zu klein gewordene Ordination in der Ybbsitzer Straße hierher verlegen. Eine moderne Arztpraxis für Allgemeinmedizin mit Platz für adäquate Behandlungs- und Therapieräume soll entstehen. Vorgesehen sind auch Flächen für eine Wahlarzt- und Kassenordination sowie für Physiotherapie.
Die Vorfreude bei den neuen Eigentümern ist groß. So wie bei den Stadtverantwortlichen, die eine Belebung und Aufwertung des historischen Stadtteils im Zentrum begrüßen. Derzeit laufen in den Innenräumen die Entkernung und die vorbereitenden Sanierungsarbeiten. Dabei legt das Ordinationsteam selbst Hand an und hat sogar Spaß dabei.
Bauarbeiten
Die aktuellen Maßnahmen betreffen ausschließlich den Innenbereich des Gebäudes und erfordern daher keine Bauverhandlung, wird seitens der Stadt berichtet. Parallel dazu werde in Kooperation mit dem Architektenbüro Hertl aus Steyr am Einreichplan gearbeitet, um eine Genehmigung für das Vorhaben zu erhalten.
Aus Sicherheitsgründen wird in diesem Teil des Hauptplatzes der Gehsteig gesperrt. Ziel des Umbaus ist es, die historische Substanz zu respektieren und zeitgemäße Medizin in gut strukturierten Räumen möglich zu machen.
Kommentare