Chronik | Niederösterreich
10.07.2017

Maulkorberlass nach Wasserschaden im Spital Baden

Nach einer geborstenen Regenwasserleitung stand der Keller Sonntagabend unter Wasser. 100 Feuerwehrleute standen im Einsatz.

190 Millionen Euro hat der Neubau des Landesklinikums Baden verschlungen. Nicht einmal ein Jahr nach der Eröffnung des modernen Hauses steht nun eine umfangreiche und vermutlich kostspielige Sanierung an.

Im Zuge der schweren Unwetters Sonntagnachmittag und am Abend ist es zu einem massiven Wassereinbruch im Keller des Spitals gekommen. Vermutlich durch den Bruch einer Abwasserleitung wurden große Teile des Kellers geflutet. Das Wasser schoss sintflutartig von der Zwischendecke, bis das Untergeschoß knietief geflutet war. Sechs Feuerwehren mit mehr als 100 Mann standen von 22.30 Uhr bis drei Uhr Früh im Einsatz um die Wassermassen aus dem Keller zu pumpen.

Was besonders merkwürdig anmutet, ist der Umgang der nö. Landesklinikenholding mit dem Wasserschaden. Ein Pressefotograf wurde während des Feuerwehreinsatzes von Krankenhaus-Mitarbeitern vom Areal vertrieben, es wurde ihm untersagt Fotos vom Einsatz zu machen. Danach wurden alle eingesetzten Feuerwehrleute dazu verdonnert, den Medien keine Auskunft über die Tragweite und die Ursache des Schadens zu geben. Dadurch machten Gerüchte von einem erheblichen Baumangel die Runde. Auf Anfrage des KURIER heißt es bei der Klinikenholding: "Die Ursache ist vermutlich eine geborstene Regenwasserleitung. Die Patientenversorgung war dabei zu keiner Zeit in Gefahr und konnte ohne Einschränkungen aufrechterhalten und fortgesetzt werden."

Nun bleibt abzuwarten, ob der Wassereintritt Folgeschäden mit sich bringt. Mitarbeiter befürchten, dass sich sich Schimmel bildet.