Mann erfror nach Unfall

Ein Auto rutschte in das kalte Wasser der Traisen-Au. Der Lenker konnte sich zwar befreien, verstarb aber nahe der Unfallstelle.

Herzogenburg – Um 7.45 Uhr schrillten am Montag die Alarmglocken: In einem Bach in Oberndorf in der Ebene (Herzogenburg), hatte ein Spaziergänger ein Auto im reißenden Wasser entdeckt. Polizei, Feuerwehren und Rettung rückten aus. Doch die Hilfe für den Lenker kam zu spät. Er war in der Traisen-Au, nur wenige Meter von der Unglücksstelle entfernt, vermutlich erfroren.

Dramatische Minuten müssen sich in der Nacht zuvor an der so genannten Brunnader abgespielt haben. Heinrich S. aus St. Pölten, hat mit seinem Wagen zurückgeschoben und wahrscheinlich die Böschung übersehen. Das Auto fiel in das kalte Wasser.

Der 72-Jährige konnte sich noch aus dem Fahrzeug befreien. Die Strömung riss Heinrich S. aber mit. Trotzdem schaffte er es, aus dem Bach zu kommen. Am Ufer gab es bei Temperaturen unter Null Grad Celsius keine Rettung für ihn. Die Einsatzkräfte konnten, als sie ihn in der Früh fanden, nur noch den Tod des Mannes feststellen. Sie entdeckten ihn 50 Meter vom Fahrzeug entfernt. Fremdverschulden ist laut Ermittlern auszuschließen. Das Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes betreute die Familie des Unfallopfers in Unterradlberg.

Der Hund des Lenkers war nach dem Unfall im Auto geblieben. Die Feuerwehr Oberndorf konnte das Tier bergen.

( Kurier ) Erstellt am 31.01.2012