Gescheiterter Brauch: Maibaum in schwerer Schieflage am Dorfplatz

Maibaum-Stehlen scheiterte in Stephanshart im Bezirk Amstetten. Die Feuerwehr musste ausrücken und den Baum sichern.
Der Maibaum in extremer Schieflage

Im St. Pöltner Regierungsviertel fällten Unbekannte den Maibaum wenige Stunden, nachdem er feierlich aufgestellt wurde. Das Maibaum-Stehlen ist ein alter Brauch, der oft seltsame Blüten treibt.

Im Bezirk Amstetten dürfte der Versuch, einen Maibaum mitgehen zu lassen, kläglich gescheitert sein. Samstagfrüh musste die Feuerwehr Stephanshart deshalb zu einem nicht ungefährlichen Einsatz ausrücken.

Mehrere Feuerwehrleute arbeiten an einem Holzpfosten im Freien, ein Feuerwehrwagen ist im Hintergrund zu sehen.

Die Feuerwehr Stephanshart sicherte den beinahe umgestürzten Maibaum.

Der dortige Maibaum wurde von Passanten im Morgengrauen in einer extremen Schieflage am Dorfplatz vorgefunden. "Vermutlich war der Baum den Dieben zu schwer und dieser blieb in einem etwa 45 Grad steilen Winkel über der Straße hängen", berichtete die Feuerwehr.

Nach der Absicherung der Straße stellten die Einsatzkräfte mit Unterstützung von einem Teleskoplader den Baum wieder auf. Die Feuerwehr hofft auf Hinweise, wer für den Streich verantwortlich ist.

Bereits am Freitag ist ein junger Feuerwehrmann beim Maibaumaufstellen schwer verletzt worden. In Seitenstetten (Bezirk Amstetten) brach der Stamm entzwei und traf den 16-Jährigen am Kopf. Er wurde ins Spital geflogen. 

In Tulbing (Bezirk Tulln) sägten zwei junge Männer einen Maibaum um, der eine Person beim Umfallen nur knapp verfehlte, so die Polizeidirektion Niederösterreich.

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