"Rot-weiß-rot in Europa": Mandl lud zu "Generationengespräch"
"Generationengespräch" in Baden. Bernhard Kadlec, Moderator Stefan Jedlicka (KURIER), Benita Ferrero-Waldner, Natalie Scharschon, Lukas Mandl und Bundesrat Sebastian Stark (v.l.).
Neutralität und NATO
Auch Lukas Mandl sah die Neutralität als "ein Werkzeug von vielen im sicherheitspolitischen Instrumentarium", eine enge Kooperationen etwa mit der NATO sei damit aber aus seiner Sicht vereinbar. Ebenso wie eine Teilnahme an "Sky Shield", wie etwa das Beispiel Schweiz zeige.
Auch der Europaabgeordnete plädierte für Bürokratieabbau und einen "echten Kapitalbinnenmarkt".
Natalie Scharschon gab Beispiele für direkte Auswirkungen europäischer Entscheidungen auf Gemeinden, wie etwa die Umsetzung der Gebäudesanierungsrichtlinie in der "Modellregion Thermenlinie". Angesprochen auf ein mögliches Social-Media-Verbot für Minderjährige plädierte sie für mehr Eigenverantwortlichkeit anstelle von Vorschriften. Mangelnde Leistungsbereitschaft unter Jugendlichen - Stichwort "Work-Life-Balance" - sei kein allgemeines Phänomen, vielmehr gelte es, die Vereinbarkeit von Familie, Freizeitgestaltung und Beruf neu zu definieren. Scharschon mahnte, wie auch Mandl, ein zukunftsfittes Pensionssystem ein, das der demograpgischen Entwicklung Rechnung trägt.
In Fragen der Arbeitsmoral ortete Benita Ferrero-Waldner in Europa „das beste Modell“ mit einem starken Sozialsystem. Leistungsdruck und Wettbewerb seien in China und den USA höher.
Die "Generationengespräche" finden im Vorfeld der Veröffentlichung von Lukas Mandls Buch „Was Dir zusteht - Die Früchte der Freiheit“, das Ende März erscheinen sollte, statt. Der Drucktermin wurde jedoch verschoben, um aktuelle Entwicklungen rund um den Iran-Krieg berücksichtigen zu können. Denn dem Iran wird im Buch viel Raum gewidmet, das Thema betrifft Mandl persönlich, ist er doch seit Kritik an Menschenrechtsverletzungen im Jahr 2023 vom iranischen Regime sanktioniert.
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