In Brüssel, Innsbruck und Salzburg hat Europaabgeordneter Lukas Mandl (ÖVP) schon „Generationengespräche“ geführt. In Baden wurde die Veranstaltung nun vom NÖ Akademikerbund um Landesobmann Bernhard Kadlec im "Haus der Kunst" organisiert.
Unter dem Motto "Rot-weiß-rot in Europa" diskutierte Mandl mit Österreichs ehemaliger Außenministerin und EU-Kommissarin Benita Ferrero-Waldner und der Vizebürgermeisterin von Gumpoldskirchen, Natalie Scharschon, über die Rolle Österreichs in der Europäischen Union und aktuelle Fragen.
Dass diese Rolle Österreichs eine durchaus starke sei, betonte Ferrero-Waldner, die sich nicht nur für selbstbewusstes Auftreten innerhalb der Union aussprach, sondern auch eine solche starke Stimme der EU in der Weltpolitik einforderte. Europa müsse seine Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den USA und China stärken, dazu vor allem "Überregulierung" abbauen und zu rascheren, effizienteren Entscheidungen kommen. Das Einstimmigkeitsprinzip der EU sei diesbezüglich zu überdenken.
Neutralität und NATO
Fragen aus dem Publikum lenkten die Diskussion dann in Richtung Sicherheitspolitik. Ferrero-Waldner forderte höhere Investitionen in diesem Bereich und den Beitritt zum Luftverteidigungssystem "Sky Shield". Österreichs Neutralität biete angesichts der geopolitischen Entwicklungen der letzten Jahre keinen ausreichenden Schutz, war die ehemalige Spitzendiplomatin überzeugt.
Auch Lukas Mandl sah die Neutralität als "ein Werkzeug von vielen im sicherheitspolitischen Instrumentarium", eine enge Kooperationen etwa mit der NATO sei damit aber aus seiner Sicht vereinbar. Ebenso wie eine Teilnahme an "Sky Shield", wie etwa das Beispiel Schweiz zeige.
Auch der Europaabgeordnete plädierte für Bürokratieabbau und einen "echten Kapitalbinnenmarkt".
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