Wählen Sie KURIER als bevorzugte Google-Quelle

Raum für Kunst, Begegnung und Mitgestaltung im Löwinnenhof

Die Mitarbeitenden des Kulturzentrums Löwinnenhof möchten den Zugang zu Kunst und Kultur niederschwellig gestalten.
Mehrere Leute sitzen in einem Innenhof in Liegestühlen.

In einem denkmalgeschützten Gebäude mit bewegter Geschichte - einst Gaststätte und Disco  - ist heute das Kulturzentrum „Löwinnenhof“ beheimatet. Mitten in der St. Pöltner Innenstadt gelegen, ist es ein Treffpunkt für die freie Kunstszene sowie diverse soziokulturelle Projekte. Somit soll unter anderem Menschen, die sich künstlerisch betätigen wollen, aber noch am Anfang ihrer Karriere stehen, eine Bühne geboten werden.

Aber egal, ob als Publikum oder Mitmachende: Der Zugang zu Kunst und Kultur soll allen ermöglicht werden.  „Wir versuchen auch, über strategische Partnerschaften Menschen anzusprechen, die vielleicht sonst keinen Zugang zu Kunst und Kultur haben“, erklärt Lena Weiderbauer, die Geschäftsführerin. Dazu gehören beispielsweise marginalisierte Gruppen mit geringem Einkommen und eventuellen Sprachbarrieren. 

Die Wurzeln des Vereins reichen bis zur Bewerbung St. Pöltens als Europäische Kulturhauptstadt zurück. Nach Umbauarbeiten wurde das Kulturzentrum schließlich im September 2025 eröffnet. Somit hat der Verein zwei Saisonen hinter sich, künftige Aktionen sind bereits geplant.

Saisonauftakt

Der offizielle Startschuss ist am 19. September, gemeinsam mit dem Höfefest und dem Linzerstraßenfest geplant. Dieses wird zusammen mit zwei Kooperationspartnern, der Bühne im Hof und dem Festspielhaus, kuratiert und gestaltet. Konkret geplant ist für die kommende Saison etwa ein Open Day in den Räumlichkeiten des Löwinnenhofs, bei dem es unter anderem Workshops, Infostände und Musik geben wird.

Generell spielen Kooperationen eine wichtige Rolle für die Kultureinrichtung, so etwa auch mit der Kulturszene Niederösterreich GmbH oder im vergangenen Halbjahr mit der New Design University, die mit einer Lehrveranstaltung vor Ort war. Im Rahmen eines Projekts ist dabei etwa ein modulares Sofa für den Veranstaltungssaal im Löwinnenhof entstanden. 

Aber nicht nur Zusammenarbeit und Begegnung zeichnen das Kulturzentrum aus: Der Zugang zu Kunst und Kultur soll möglichst niederschwellig gestaltet werden,  um  einen breiten Zugang zu ermöglichen. „Bei uns muss es immer Veranstaltungen geben, die kostenfrei oder zumindest mit sehr geringen Kosten zu besuchen sind“, betont Weiderbauer. 

Förderungen als Hürde

Um diese Möglichkeiten bieten zu können, werden Förderungen benötigt. Gleichzeitig gibt es Aufgaben wie die Hausverwaltung, die Koordinierung, das Schaffen vom Programm, aber auch das Community-Management zu bewältigen. Die wirtschaftliche Lage ließe zudem erahnen, dass Förderungen in Zukunft eher ab- als zunehmen werden, was Vereine, wie den Löwinnenhof, derzeit vor Herausforderungen stellt.

„Man möchte ja auch Stabilität und Sicherheit vermitteln für die Szene und die Menschen, die mit dem Ort verbunden sind und dafür bräuchte es mehr Finanzierung und Unterstützung“, erklärt die Geschäftsführerin zu der Thematik.

Das Programm des Löwinnenhofs finden Sie hier

Kommentare