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Chronik Niederösterreich
03/22/2019

Lkw-Brand in Gerasdorf: Feuer griff auf mehrere Autos über

Der Lastwagen-Chauffeur konnte sich mit einem Sprung aus dem Führerhaus retten. Sechs Autos brannten aus.

In Gerasdorf bei Wien (Bezirk Korneuburg) ist am Freitag ein Lkw in Brand gestanden. Der Lastwagen war am Bahnhofsgelände in der Weinviertler Gemeinde mit dem Ladekran in das Schaltgerüst der Oberleitung geraten. Die Flammen griffen in der Folge auf mehrere geparkte Pkw über, sagte Feuerwehrsprecher Franz Resperger. Sechs Autos brannten aus, fünf weitere wurden beschädigt. Verletzt wurde niemand.

Der Lkw-Chauffeur dürfte gegen 9.30 Uhr bei Verladearbeiten auf der Baustelle beim Bahnhof vergessen haben, den Arm des Ladekrans einzufahren. Eine darauf befestigte Eisenkette verhängte sich nach einigen Metern Fahrt auf dem Bahnhofs-Parkplatz im Schaltgerüst der Schnellbahn-Oberleitung. Der 49-Jährige konnte sich durch einen Sprung aus dem Führerhaus retten, teilte die Landespolizeidirektion in einer Aussendung mit.

35 Einsatzkräfte

Innerhalb weniger Minuten stand der Lastwagen in Vollbrand. Eine schwarze Rauchsäule war laut Resperger weithin zu sehen. Die Feuerwehren Gerasdorf und Seyring rückten mit 35 Einsatzkräften aus. Die Helfer setzten speziellen Löschschaum ein und mussten unter Atemschutz vorgehen. Nach rund zwei Stunden war der Brand gelöscht.

Die Strecke der Laaer Ostbahn im Abschnitt Wien-Leopoldau - Wolkersdorf im Weinviertel war bis zum späten Nachmittag unterbrochen, ein Schienenersatzverkehr wurde eingerichtet. Gegen 16.00 Uhr wurde der Zugbetrieb laut ÖBB-Sprecher Christopher Seif wieder aufgenommen.