Land stiftet in NÖ neue Professur für KI-Forschung im Agrarbereich
LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf (M.) mit Studiengangsleiter Markus Gansberger (l.) und FH-Wiener Neustadt Geschäftsführer Axel Schneeberger.
Mehr Belastungen durch Klimakapriolen, immer teurere Betriebsmittel und steigender Ressourcenverbrauch und somit zunehmender Druck auf die Lebensmittelproduktion belasten die Landwirtschaft. Digitale Technik und Künstliche Intelligenz (KI) könnten für entscheidende Entlastung sorgen. Mit einer neuen KI-Stiftungsprofessur an der Fachhochschule Wiener Neustadt und deren Wieselburger Campus Francisco Josephinum soll in NÖ das Know-how und wissenschaftliches Potenzial in diesem Bereich verstärkt werden.
Die Professur "Datenzentrierte Künstliche Intelligenz in der Landwirtschaft“ hat ein Fördervolumen von 1,5 Millionen Euro und wird nun ausgeschrieben. KI soll helfen, Erträge zu sichern und nachhaltiger zu wirtschaften – dafür muss sie aber zuvor entwickelt und unter realen Bedingungen erprobt werden. In der Forschungseinrichtung Josephinum Research sollen nun konkrete Lösungen entwickelt werden, damit KI am Feld zuverlässige Dienste leistet. Geforscht und entwickelt wird dazu in den Wieselburger Agrarversuchs- und Ausbildungsanstalten in diesem Bereich schon seit dem Jahr 2018.
"Wir erwarten uns konkrete Lösungen, die in der Praxis ankommen, den Betrieben das Leben leichter machen und die Versorgungssicherheit stärken“, sagt LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP).
Versorgungsdruck
Die Landwirte bräuchten die besten Werkzeuge und Unterstützungen, um eine wachsende Bevölkerung zu versorgen und gleichzeitig so schöne Kulturlandschaften zu bieten, so Pernkopf. Schon heute würden die Betriebe modernste Werkzeuge und die Digitalisierung nutzen, um effizient und schonend zu produzieren. Mit einer neuen Stiftungsprofessur wolle man die Forschung in dem Bereich vorantreiben.
Geplant ist, dass die ausgeschriebene Professur noch heuer besetzt wird, erklärt FH-Geschäftsführer Axel Schneeberger. „Dabei besteht die Stiftungsprofessur natürlich nicht nur aus einer Professorin oder einem Professor, sondern auch aus weiterem wissenschaftlichen Personal, neuen Lehrinhalten und vielem mehr“, sagt er.
Digital Farming am Francisco Josephinum wird seit 2018 intensiv erforscht.
Direkt von der Professur profitieren werden die Studenten im Studiengang Agrartechnologie und Digital Farming. 65 Studierende sind hier derzeit aktiv. Sie werden mit fundierter Agrarkompetenz und technologischer Expertise in Zukunft Schlüsselkräfte für die Wettbewerbsfähigkeit der Branche sein.
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