Baustart für Ausbildungszentrum bei Wieselburger Agrar-Topschule
Das neue Lehrwerkstättengebäude soll im April 2027 bezogen werden.
Das praxisorientierte Ausbildungsangebot als eine führende Berufsbildende Höhere Agrarschule wird im Wieselburger Francisco Josephinum (HBLFA) mit einem neuen Lehrwerkstättengebäude weiter verstärkt. Mit Investitionen von rund zehn Millionen Euro sendet der Bund als Schulbetreiber ein deutliches Signal für eine moderne technikorientierte Ausbildung im Agrarbereich.
Direktor
Nach der offiziellen Spatenstichfeier bei tiefwinterlichen Bedingungen am Montag, soll das neue Unterrichtsgebäude im April nächsten Jahres bezogen werden. Das Francisco Josephinum im Ortsteil Weinzierl in der Gemeinde Wieselburg-Land (Bezirk Scheibbs) gilt mit seinen angeschlossenen Lehr- und Forschungseinrichtungen als Flaggschiff der landwirtschaftlichen Ausbildung. 850 Schüler aus ganz Österreich werden von 240 Lehrkräften betreut.
Im neuen Lehrwerkstättengebäude entstehen auf einer Fläche von 2.500 Quadratmeter Werkstätten zur Metallverarbeitung, Informatik- und Elektroniklabors sowie Labors für Smart Farming und Robotik. Damit will man die Schüler für die Anforderungen und Veränderungen der Digitalisierung und Ökologisierung in der Landwirtschaft rüsten, erklärt Direktor Martin Kerschbaumer.
Der moderne Neubau wird aus Holz und Beton errichtet. Über eine zentrale Aula werden die Werkstätten und Labors sehr kompakt und barrierefrei erreichbar sein, berichtete Architekt Christoph Jaunaschek. Die Fassade aus Holz und Glas soll mit PV-Paneelen bestückt auch energietechnisch gut genutzt werden.
Breite Ausbildung
Die HBLFA bildet Schülerinnen und Schüler in den Bereichen Landwirtschaft, Landtechnik, Lebensmittel- und Biotechnologie sowie in der Informationstechnologie in der Landwirtschaft aus. Besonders die Verknüpfung von Lehre und Forschung kombiniert mit dem Praxisunterricht sei innerhalb der EU vorbildhaft, berichtete der zum Spatenstich angereiste Agrarminister Norbert Totschnig (ÖVP).
Bewunderung für widerstandsfähige Schulkapelle von Ehrengästen Minister Totschnig und LH-Vize Pernkopf sowie Direktor Kerschbaumer.
Über sechs Millionen Euro investiere der Bund in das Gebäude und über drei Millionen Euro in die technische Ausrüstung der Werkstätten und Labors, so der Minister. Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf, der in unmittelbarer Nähe zum Francisco Josephinum wohnt, ist selbst Absolvent der Schule. Er hob den Wert der Bildungseinrichtung für die Gemeinde hervor und dankte für die Investition des Bundes.
Die robuste Schulkapelle musizierte trotz eingeschneiter Instrumente.
Viel Anerkennung erntete die Musikkapelle der Schule, die die Spatenstichfeier trotz massiven Schneefalls und Kälte unbeeindruckt umrahmte. Den Minister aus Tirol beeindruckte nicht nur die Darbietung der Tiroler Landeshymne, sondern auch der tolle Einsatz mit verschneiten Instrumenten. Er dankte den Musikanten mit einer Einladung zur Extra-Jause.
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