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Chronik | Niederösterreich
01/11/2019

Kurios: Mann schoss auf sein eigenes Auto

Gegenüber der Polizei gab der Mostviertler aber an, dass Unbekannte auf seinen Pkw gefeuert hätten. Kripo überführte ihn.

Mit einem ungewöhnlichen Fall musste sich in den vergangenen Tagen das Landeskriminalamt Niederösterreich auseinandersetzen. Ein Mann hatte bei der Polizei angezeigt, dass auf sein Auto geschossen worden sei. Die Tat, so der Anzeiger, sei in der Silvesternacht passiert. Er habe in Wien gefeiert und als er mit seinem Pkw wieder nach Hause fahren wollte, seien ihm Einschusslöcher im Bereich des Daches aufgefallen.

Und damit traten auch schon die Spezialisten der kriminalpolizeilichen Untersuchungsstelle (KPU) in Aktion, die sich das Fahrzeug einmal genauer anschauten. Die Beamten der KPU sind absolute Experten in ihrem Bereich, pro Jahr analysieren sie zigtausende Unfallbilder, nehmen gefälschte Dokumente unter die Lupe, analysieren Spuren.

Rasch stellte sich heraus, dass an der Geschichte etwas nicht stimmen kann. Nach und nach gab der Mostviertler zu, dass der wahre Verursacher der Einschusslöcher er selbst sei. Der Mann hatte Schießübungen durchgeführt, dabei das Gewehr auf dem Autodach angelegt. Weil er aber die Krümmung des Daches unterschätzt hatte, bekam auch das Fahrzeug einige Projektilteile ab.

Ob der Anzeiger nun mit rechtlichen Konsequenzen rechnen muss, ist noch nicht klar. Die Ermittlungen laufen noch.