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Grüne fordern Hitzeschutz-Offensive für Niederösterreich

Mehr Bäume, Kühloasen und Wasserrückhalt: Die Grünen legen einen Sieben-Punkte-Plan gegen die Folgen des Klimawandels vor.
Zwei Politiker sprechen an einem Rednerpult vor grünem NOE.GRUENE.AT-Hintergrund, eine Kamera filmt sie.

Mit Blick auf die zunehmenden Hitzewellen legen die Grünen Niederösterreich einen Sieben-Punkte-Plan für besseren Hitzeschutz vor. Das Maßnahmenpaket reicht von einem besseren Wassermanagement über mehr Bäume bis hin zu Kühloasen in Gemeinden. Die Oppositionspartei fordert die schwarz-blaue Landesregierung auf, rasch zu handeln.

„Die Hitze ist gekommen, um zu bleiben“, sagte Landessprecherin und Klubobfrau Helga Krismer. Aus ihrer Sicht brauche es deshalb umfassende Anpassungen an den Klimawandel.

Ein Schwerpunkt des Konzepts ist der Umgang mit Wasser. Nach Vorstellung der Grünen soll künftig möglichst viel Regenwasser in den Regionen gehalten werden. Gefordert werden regionale Wassermanagementpläne sowie die Renaturierung von Bächen, um den natürlichen Wasserrückhalt zu verbessern.

Auch die Landwirtschaft müsse besser gegen Trockenheit geschützt werden. Die Grünen sprechen sich für zusätzliche Begrünungsmaßnahmen aus, um das Austrocknen der Böden zu verhindern. Gleichzeitig soll es entlang von Landesstraßen wieder mehr Baumalleen geben, die Schatten spenden und das Landschaftsbild aufwerten.

In der Raumordnung verlangen die Grünen strengere Regeln gegen den weiteren Bodenverbrauch. Zudem bekräftigen sie ihre Forderung nach einem Bodenfonds, der Gemeinden finanziell dabei unterstützen soll, Flächen zu entsiegeln oder zu renaturieren.

Mehr Bäume für die Ortszentren

Handlungsbedarf sehen die Grünen außerdem im Wohnbau. Bestehende Gebäude müssten besser gegen Hitze geschützt werden, etwa durch Dämmung oder außenliegende Beschattung. Für öffentliche Gebäude wie Schulen, Krankenhäuser und Pflegeheime schlagen sie ebenfalls Anpassungen vor. „In äußersten Fällen“ seien auch Klimaanlagen notwendig, räumte Krismer ein.

Ergänzt wird der Maßnahmenkatalog durch die Forderung nach mehr Kühloasen und zusätzlichen Bäumen in Ortszentren, um die Aufenthaltsqualität an heißen Tagen zu verbessern.

Die Grünen wollen mit ihrem Vorstoß erreichen, dass die Landesregierung einzelne Vorschläge übernimmt. Eine konkrete Kostenschätzung für den Maßnahmenplan legten sie allerdings nicht vor. Landtagsabgeordneter Georg Ecker verwies darauf, dass Investitionen in Renaturierung langfristig auch Hochwasserschäden verringern könnten und sich daher wirtschaftlich lohnten.

Volkspartei kontert

Die Volkspartei will die Vorwürfe nicht auf sich sitzen lassen und verweist darauf, bereits zahlreiche Maßnahmen gesetzt zu haben. Als Beispiel nennt Landesgeschäftsführer Matthias Zauner den Bodenbonus, mit dem Gemeinden bei der Entsiegelung öffentlicher Flächen oder der Umgestaltung von Plätzen nach dem Schwammstadt-Prinzip unterstützt werden. Bisher wurden damit 45 Entsiegelungsprojekte gefördert.

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