© Erdenglück

Chronik Niederösterreich Krems
02/19/2021

Von Wien ins Waldviertel: Den Traum vom eigenen Marktgarten verwirklicht

Mit ihrem Marktgarten am Jauerling fand die Familie Marchel ihr persönliches „Erdenglück“ im Waldviertel.

von Sophie Seeböck

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Ihr halbes Leben verbrachten Roman und Tatjana Marchel in der Großstadt Wien, bis es sie vor wenigen Jahren ins Waldviertel und in die Wachau, an den Jauerling, verschlug.

„Der Umzug nach Niederösterreich war ein Wunsch nach mehr Grün, nach mehr Draußen und überhaupt nach Veränderung“, erklärt Roman Marchel. Im Nachhinein betrachtet seien das genau die Wünsche, die der Gartenbau erfüllt, weiß die Familie drei Jahre nachdem sie „Erdenglück“, einen Garten am Jauerling, gegründet hat.

Vom Hobby zum Beruf

Die Gärtner erzählen, wie aus einem anfänglichen Hobby eine Berufung und später auch ein Beruf wurde. „Meine Frau hat vor vielen Jahren einen kleinen Hausgarten angelegt, der mich dann immer mehr in seinen Bann gezogen hat“, so Roman Marchel. „Zwei, drei Winter hindurch haben mich die Pläne für den Frühling gewärmt.“

Die Entscheidung, einen eigenen Marktgarten in der neuen Heimat aufzubauen, sei dann aber über Nacht gekommen.

Vielfalt auf kleiner Fläche

„Im Vorhinein galt es viel zu recherchieren, so half ich unter anderem auch bei einer Bio-Gärtnerin in der Umgebung aus.“ Gearbeitet wird bei „Erdenglück“ rein händisch, biologisch und mit viel Wertschätzung für den Boden. „Wir wollen den Boden reicher, nicht ärmer machen.“ Neben Vielfalt legt die Familie aber vor allem auf die Qualität ihrer Produkte wert.

Auf relativ kleiner Fläche von einem Hektar werden neben saisonalem Gemüse, auch Kräuter, Beeren und auch Blumen angebaut. „Von der gepachteten Fläche nutzen wir für die Produktion nicht einmal die Hälfte“, erklärt Marchel, der aber genauso Verständnis für großflächige Anbaumethoden hat.

Spezielle Anbaumethode

Ihre bio-intensive Bewirtschaftungsmethode, das sogenannte Market Gardening, definiere sich aber geradezu über die kleinstrukturierte Wirtschaftsweise. 20 Hektar könnten durch die händische Arbeit nicht bewirtschaftet werden.

"Das ist auch gar nicht notwendig, denn durch die wesentlich engeren Abstände in der Beetkultur und durch satzweisen Anbau sind die Erträge pro Quadratmeter wesentlich höher als im Ackerbau", erklärt Marchel

Neue Saison beginnt

Momentan ist es im Marktgarten ruhig, ab nächster Woche werden aber die ersten Jungpflanzen ausgesetzt. „Sobald ein Beet abgeerntet ist, bepflanzen wir es neu. So bringen wir oft drei bis vier Kulturen auf einmal unter“, erklärt Roman Marchel.

Ab Mitte April gibt es die frischen Produkte dann wieder am Markt auf dem St. Pöltener Domplatz zu kaufen.

Besonders beliebt seien dort bei den jüngsten Kunden die Baby-Karotten und Zuckererbsen.

Heuer soll auch der Raum Melk mit Gemüse-Kisten einmal wöchentlich versorgt werden. Einige Abo-Plätze können noch vergeben werden.

Mehr Infos unter www.erdenglueck.at

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