Chronik | Niederösterreich
19.04.2012

Krems: Grüne Zone fällt bei Umfrage durch

Auch nach mehr als einem Jahr und mehreren Reparaturen kommt die Grüne Parkzone bei Nutzern schlecht weg.

Eine überwiegende Mehrheit übte massive Kritik an der aktuellen Situation  der Grünen Parkzone in Krems. Das ist das Ergebnis einer schriftlichen Umfrage der Kremser Unternehmerfamilie Krenneis, an der 225 Personen teilgenommen haben. Die Grüne Zone sorgt – wie berichtet – seit mehr als einem Jahr für Ärgernis.

"Nur jammern bringt nichts, wir wollten die Meinungen, die wir von unseren Kunden hören, dokumentieren", erklärt Harald Krenneis, dessen Familie mehrere Bekleidungsgeschäfte im Kremser Zentrum betreibt.  Insgesamt 225 Kunden haben aufliegende Fragebögen ausgefüllt. Das Ergebnis: 181 Personen ist das System der Grünen Zone zu kompliziert. 80 Personen ist es zu teuer, 78 erscheint es unorganisiert. 159  vermissen Parkscheinautomaten. Lediglich drei  zeigten sich zufrieden mit der Situation. Harald Krenneis hat die Fragebögen im Rathaus abgegeben und hofft auf Reaktionen.

Unglücklich mit der Situation ist auch Adi Krumbholz. Das Vorstandsmitglied der Kremser Kaufmannschaft beklagt, dass in der Blauen gebührenpflichtigen Zone, unnötig viele Parkplätze blockiert werden. "Stellplätze sind so knapp, dass  Inhaber einer kostenpflichtigen Bewohnerparkkarte oft in die Grüne Zone ausweichen und dort noch einmal zahlen müssen."

Als erstes Beispiel nennt er die Zufahrt zur neuen Bezirkshauptmannschaft: "Da sind alle Parkplätze weg", klagt Krumbholz. "Die Gasse ist keine Einbahn mehr. Außerdem sind durch das Behördenparkdeck weit mehr Plätze geschaffen worden, als verschwunden sind", entgegnet Magistratsdirektor Karl Hallbauer.

Was Krumbholz noch aufgefallen ist: Eine Ladezone vor einem Geschäft, das längst geschlossen ist. Hallbauer: "Die Zone ist  für mehrere Geschäfte da, unter anderem für die Putzerei gegenüber", erklärt Hallbauer.Darüber hinaus ärgern Krumbholz Halteverbote für Baustellenfahrzeuge, die über lange Zeit ungenutzt bleiben. Hallbauer: "Die gelten für Haussanierungen im Zentrum, die  während der größten Kälte ruhten." Besonderes Ärgernis ist der freigehaltene Dreifaltigkeitsplatz: "Den könnte man wenigstens an besonderen Einkaufstagen frei geben", wünscht sich Adi Krumbholz.