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Trotz höherer Schulden: Krems schreibt „schwarze Null“

Gebührenerhöhungen haben das Ergebnis maßgeblich positiv beeinflusst. Auf lange Sicht brauche es landesweit neue Lösungen, so die Stadt.
Eingang des Magistrats der Stadt Krems mit Treppe, Geländern und beschrifteter Tür am Pfarrplatz 2.

„Die Zeiten werden schwieriger“, beginnt Bürgermeister Peter Molnar am Freitagmorgen das Pressegespräch zum Rechnungsabschluss 2025 in Krems. Dennoch könne die Stadt von einer „guten Bilanz“ berichten: Erträge von rund 88,56 Millionen Euro stehen Aufwendungen von rund 87,22 Millionen Euro gegenüber. Das ergibt ein Plus von rund 1,3 Millionen Euro. Über 900.000 Euro davon wurden als Rücklage angespart.

Vor etwa 15 Jahren sei die Gemeinde angesichts eines Schuldenstands von über 150 Millionen Euro finanziell „mit dem Rücken zur Wand“ gestanden. Diese Entwicklung konnte korrigiert werden, so die Zuständigen. Bis 2024 sank der Schuldenstand insgesamt und erreichte einen Tiefpunkt von etwa 35 Millionen Euro. Mittlerweile steigt die Zahl jedoch wieder.

Grund dafür sind – neben höheren Ausgaben für die Kindergärten und Schulen – die Kosten für das neue Bad Mirador. Mit Investitionen von rund 40 Millionen Euro handelt es sich um eines der größten Infrastrukturprojekte dieser Art in Niederösterreich. Aktuell liegen die Schulden bei 40 Millionen Euro – für das kommende Jahr sind 60 Millionen veranschlagt.

Die Stadt investiere zudem in weitere Infrastrukturprojekte, Bildungseinrichtungen sowie in die Bereiche Sport und Freizeit. Dass dennoch ein positiver Budgetabschluss möglich war, liegt maßgeblich an Gebührenerhöhungen. Auf lange Sicht brauche es laut Molnar landesweit jedoch andere Ansätze, um die Gemeindefinanzen stabil zu halten.

Reformen notwendig

Denn dass die finanziellen Rahmenbedingungen für Städte und Gemeinden zu einer immer größeren Herausforderung werden, beobachtet man ebenfalls in Krems. Die Schere zwischen kaum wachsenden oder stagnierenden Einnahmen und steigenden Ausgaben öffne sich zunehmend, so Molnar.

Grund dafür sind laut Finanzdirektor Markus Holzinger unter anderem die Umlagen. Dabei handelt es sich um Pflichtbeiträge zur Finanzierung überregionaler Aufgaben, die überwiegend an das Land geleistet werden müssen. Unter anderem seien die Umlagen für Gesundheit und Soziales im Vorjahr deutlich gestiegen.

Aus Sicht von Molnar brauche es grundlegende Reformen bei den Landesabgaben und bei der Verteilung der Grundsteuereinnahmen, um die finanzielle Handlungsfähigkeit der Kommunen langfristig zu sichern.

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