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Nach dem Aus für Kult-Imbiss: St. Pölten vor Gastro-Comeback

Nach dem überraschenden Ende eines beliebten Innenstadt-Imbisses gibt es nun Pläne für einen Neustart an prominenter Stelle. KURIER kennt die Details.
Schaufenster eines Schnitzel-Lokals mit Werbeplakaten für Burger, Hähnchen und Slogans wie „Knusprig. Saftig. Frisch.“.

Wenn es in der Landeshauptstadt ein Lokal gab, das den Kunden einiges an Geduld abverlangte, weil sich immer eine Schlange vom Tresen hinaus auf die Straße gebildet hatte, dann war es die Kostrhon-Filiale in der Brunngasse in der St. Pöltner Innenstadt.

Umso größer war die Überraschung, als der Imbiss – vor allem bekannt für seine Hühnerschnitzel-Burger – Ende August 2025 nach 34 Jahren für immer die Pforten schloss. 

„Strategische Neuausrichtung“

Das Kärntner Unternehmen Wech, das das Lokal betrieben hatte, sprach als Grund von einer „strategischen Neuausrichtung“. Den Betrieb in Böheimkirchen (Bezirk St. Pölten), in dem seit 1976 Geflügel zerlegt und verpackt worden war, hatte das Unternehmen schon zuvor zugesperrt.

Doch nun soll es in der Innenstadt bald wieder ein Schnitzel-Angebot geben, und zwar wieder in der Brunngasse. In dem Haus, in dem sich zuvor die Fastfood-Kette Subway befand, wird ein Schnitzel-Wirt einziehen. Der KURIER konnte in Erfahrung bringen, wer hinter dem Projekt steckt.

Gastro-Universum

Es ist Erdal Kem, der sich in den vergangenen Jahren in St. Pölten und Umgebung bereits ein kleines Gastro-Universum aufgebaut hat. Er betreibt ein Pizza-Kebab-Lokal in der Bräuhausgasse, war in Loosdorf (Bezirk Melk) aktiv und zeichnet zum Beispiel auch für das „Lava“ im Traisencenter in St. Pölten verantwortlich, wo die Speisen direkt vom Holzkohlegrill serviert werden.

Jetzt steigt Kem also ins Schnitzelgeschäft ein. Das neue Lokal in der Brunngasse soll im September die Pforten öffnen, wie er im KURIER-Gespräch verrät. „Fünf Mitarbeiter werden beschäftigt sein. Wir wollen Speisen anbieten, wie es die Kunden auch schon von der Kostrhon-Filiale kannten. Das Konzept ist sehr ähnlich“, erzählt er.

Eine weitere Parallele zu dem legendären Imbiss in der Brunngasse wird es auch noch geben, denn das Fleisch wird ebenfalls von der Firma Wech aus Kärnten bezogen. Kem ist optimistisch, dass der Schnitzel-Wirt funktionieren wird. „Auch wenn die Leute seit der Corona-Pandemie leider weniger für die Gastronomie ausgeben“, sagt er.

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