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Mitgestalten statt zuschauen: So lernen Schulkinder Demokratie

Seit 2021 gibt es das Projekt "Kommunale Bildung" für Volksschulen. Dabei lernen Kinder der 3. Klassen, wie Demokratie funktioniert. Und zwar in der kleinsten Einheit - in ihrer Gemeinde.
Demokratie im Klassenzimmer

Wer bringt in der Gemeinde den Müll weg? Wohin gehe ich, wenn die Straßenbeleuchtung nicht funktioniert? Was macht ein Bürgermeister - oder eine Bürgermeisterin? Und kann ich eigentlich mitreden, hört mir jemand zu?

Um (Kinder-)Fragen wie diese geht es beim Projekt "Kommunale Bildung", das im Rahmen einer Aktionswoche kurz vor Schulschluss durchgeführt wird. Heuer bereits zum fünften Mal. Initiiert wurde das Projekt 2021 von Gemeindebund und Bildungsministerium

Ziel der Aktionswoche ist, den Kindern nahezubringen, wie Demokratie funktioniert. Und dass Demokratie schon zuhause beginnt, in ihrer Gemeinde. Als Lerngrundlage dafür dient das Buch "Meine Gemeinde - mein Zuhause", in dem Katze Lisi und Hund Franz erklären, was die wichtigsten Aufgaben einer Gemeinde sind. Vom Bauhof, dessen Mitarbeitende die Gemeindestraßen reparieren, bis zur Volksschule, die von der Gemeinde gebaut und erhalten werden muss.

Sechs Personen präsentieren Broschüren und ein Plakat mit der Aufschrift „Meine Gemeinde, mein Zuhause“.

Allands Bürgermeister Stefan Loidl, Volksschuldirektorin Pia Marisa Wiegele, Gemeindebund-Präsident Johannes Pressl, Bildungslandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, Bildungsminister Christoph Wiederkehr und Bildungsdirektor Karl Fritthum.

Demokratie auf kleinster Ebene

Am Beispiel ihrer Gemeinde sollen die Kinder nicht nur erfahren, wie Demokratie funktioniert, sondern auch, dass sie keine Selbstverständlichkeit ist, sondern aktiv gestaltet werden muss. Dass man dafür aber auch mitbestimmen kann, etwa bei Wahlen.

In Niederösterreich gebe man Kindern bereits früh bewusst Verantwortung, etwa "bei der Gestaltung von Spielplätzen oder Schulfreiräumen, wo Kinderbeteiligungsprozesse ein fixer Bestandteil der Planung sind", sagt Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (ÖVP).Gemeinsam mit Gemeindebund-Präsident Johannes Pressl und Bildungsminister Christoph Wiederkehr (Neos) präsentiert sie in der Volksschule Alland die Bilanz der aktuellen Aktionswoche, die heuer vom 18. bis 22. Mai stattgefunden hat.

17.755 Schülerinnen und Schüler in ganz Österreich haben dieses Jahr das Gemeinde-Kinderbuch erhalten, freut sich Pressl. Zum Vergleich: Im gesasmten Jahr 2025 wurden von Gemeinden und Schulen insgesamt 17.000 Stück des Buches bestellt. 

Minister Wiederkehr unterstützt die Aktion "mit voller Überzeugung". Aus Studien wisse man, dass das Vertrauen der Schüler und Schülerinnen in die Demokratie sinke, gleichzeitig steige aber der Wunsch, sich einzubringen. "Ein Paradox, ja, aber deshalb sind wir so froh über dieses Projekt."

Teilnehmen kann übrigens jede Volksschule in Österreich, die Unterlagen können beim Gemeindebund bestellt werden oder stehen zum Download bereit. Alle Informationen dazu gibt es unter Aktionswoche Kommunale Bildung - Der Österreichische Gemeindebund

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