© Georg Grund-Groiss

Chronik Niederösterreich
04/23/2021

Tierärztin philosophiert über den besten Freund des Menschen

Tierärztin Beatrix Grund hat ein Buch geschrieben und philosophiert darin über das Hundeleben.

von Caroline Ferstl

In den vergangenen 34 Jahren als Tierärztin hat Beatrix Grund bereits so einiges erlebt. Die traurigsten, skurrilsten und berührendsten Erlebnisse hat die Leiterin der Tierklinik Groß-Enzersdorf (Bezirk Gänserndorf) jetzt auf 104 Seiten niedergeschrieben. Das Buch „Beim Tierarzt sind wir alle gleich“ soll eine „Kleine Philosophie für Hundefreunde“ sein – „mit medizinischen Tipps garniert“, verspricht der Titel.

Grund erzählt darin etwa von einer Hundebesitzerin, die lieber alleine im Keller gegessen hat, als ihrem geliebten Haustier das Futterbetteln abzugewöhnen, oder von einem felligen Begleiter, der erst dann aufgehört hat, beim Alleinbleiben die Wohnung zu zerstören, als er einen „Beruf“ erlernte.

Den philosophischen Teil des Buches hat Ehemann Georg Grund-Groiss beigesteuert, der Philosoph und Politikwissenschaften studierte. Für ihn ist es bereits sein zweites Buch.

Das Autorenpaar thematisiert etwa anhand des Beispiels jener Frau, die ihrem Hund keine Grenzen aufzeigen konnte, die Innigkeit von Beziehungen zwischen Mensch und Tier. Auch über die Idee einer Sozialversicherung für Tiere wird nachgedacht, damit auch sozial benachteiligte Menschen Haustiere halten und diese gut versorgen können.

Der Hund im Bett

Was die Vermenschlichung von Tieren betrifft, kann Grund ebenfalls einige Beispiele aufzählen: „Ich kenne einige Beziehungen, die wegen eines Haustieres in die Brüche gegangen sind – wenn etwa der Partner nicht anerkannt hat, welchen Stellenwert das Haustier einnimmt. Oder wenn das Tier plötzlich im Bett schlafen darf.“

Neben Geschichten und philosophischen Ansätzen liefert die 62-Jährige auch fachliche Ratschläge und Tipps – etwa zu den Fragen, welches Futter für den Hund geeignet ist, oder wann ein Hund geimpft werden sollte.

Corona ließ Sehnsucht nach Haustier wachsen

2019 lebten in Österreich 641.000 amtlich registrierte Hunde. Seit Beginn der Corona-Krise ist diese Zahl stark gewachsen, vermutet Grund: „Der Wunsch nach einem Haustier ist im Lockdown sicherlich gestiegen, die Menschen sehnten sich nach Nähe und Beschäftigung.“ Ein weiterer Grund für sie, den Ratgeber zu verfassen.

Sie selbst ist bereits vor vielen Jahren auf den Hund gekommen: „Wir haben einen Belgischen Schäferhund, der ist mittlerweile elf Jahre alt – und auch regelmäßig in der Ordination anzutreffen“, erzählt Grund.

Nur ins Bett darf er nicht, stellt die Tierärztin eindeutig klar.

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