Die Weste bewahrte Patrick K. (re.) vor einer schlimmen Verletzung

© /Privat

Türsteher
02/25/2016

Kein Dienst mehr ohne Taser, Schutzweste und Pfefferspray

Nach Messer-Attacke beklagen Sicherheitsdienste die zunehmende Gewaltbereitschaft.

von Patrick Wammerl

Ohne Schutzweste, Elektroschocker (Taser) oder Pfefferspray ist an einen Dienst nicht mehr zu denken. Führende Sicherheitsfirmen müssen weiter aufrüsten, um für die steigende Gewaltbereitschaft gewappnet zu sein.

Speziell bei der Überwachung von Fußballspielen, Großevents und beim Sicherheitsdienst vor Nachtlokalen, kommt es immer häufiger zu lebensgefährlichen Szenen, wie zuletzt in Wiener Neustadt. Wie vom KURIER berichtet, ist es vor einem Abendlokal zu einer Messerattacke auf einen Security gekommen – und das, weil ein undisziplinierter Gast vom Sicherheitsdienst nicht in die Disco gelassen wurde.

"Wir bemerken sowohl im laufenden Betrieb in der Nachtszene als auch auf diversen Großveranstaltungen, dass die Situation immer brisanter wird. Das allgemeine Aggressionspotenzial steigt an und die Hemmschwelle zum Waffengebrauch unter den Gästen sinkt stetig", erklärt Florian K. vom Sicherheitsunternehmen "SDW".

Lokalverbot

Der jüngste Vorfall ist ein Paradebeispiel dafür. Der 24-jährige, afghanische Asylwerber Shahnawaz S. war den Sicherheitsleuten schon bekannt. Nachdem er im vergangenen September nach Österreich kam und einen Asylantrag stellte, fiel er bereits einige Male wegen seines aggressiven Verhaltens im Nachtleben von Wiener Neustadt auf.

Als ihm der Security Patrick K. deswegen auch den Zutritt zum Lokal verweigerte, griff der Afghane sofort zum Messer und stach es dem Türsteher mit großer Wucht in den Bauch. Der Familienvater hatte riesiges Glück. "Die Klinge prallte an der Schutzweste ab", erzählt Patrick K.

Zusammen mit dem Kollegen Florian K. gelang es, den Angreifer zu entwaffnen und bis zum Eintreffen der Polizei festzuhalten. Shahnawaz S. befindet sich in Untersuchungshaft. "Wir nehmen die Situation sehr ernst. Früher gab es im schlimmsten Fall einen Schlag. Heutzutage sind gerade die aggressiven Personen immer häufiger bewaffnet", sagt Florian K.

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