Die Angst vor der "Kaninchenpest" geht auch in Niederösterreich um
Mutation aus Spanien
Keine Gefahr für Menschen
Eine Behandlung erkrankter Wildtiere ist nicht möglich. Spaziergängern und Hundebesitzern werde empfohlen, in betroffenen Gebieten den Kontakt zu verendeten Tieren zu vermeiden und Hunde an der Leine zu führen. Tot aufgefundene Tiere sollen dem Jagdausübungsberechtigen gemeldet werden, der die Tiere seuchensicher entsorgt.
Ursprünglich sei die Myxomatose absichtlich aus Übersee nach Europa eingeführt worden, um eine Kaninchenplage zu bekämpfen, weiß Hans Grundner, stellvertretender Landesforstdirektor für Niederösterreich. Durch die Mutation des Virus seien nun Feldhasen betroffen. "Es gibt Fälle im Wein- und im Industrieviertel." Gefahr für die Feldhasen-Population im Land bestehe aber nicht. Einschränkungen würden sich allerdings für die Jägerschaft ergeben, da eine "jagdliche Nutzung" im heurigen Herbst vermutlich verboten werde.
Der Niederösterreichische Jagdverband ist aufmerksam. In einer Meldung an die Jägerschaft klärte man über die Krankheit auf und bat, tote Tiere an das Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie (FIWI) zur Analyse zu senden. So soll herausgefunden werden, wie es um die Bestände steht und ob die Hasen „immunologisch Abwehrmechanismen entwickeln“, wie Michael Oberbichler, Sprecher des Jagdverbandes, mitteilt.
Forschungsprojekt geplant
Jägern wird empfohlen, betroffene Reviere ohne ihre Hunde zu durchstreifen. "Ebenso sollte kein Schleppwild in diesen Revieren eingesetzt oder daraus verbracht werden." Jagdverband und FIWI entwickeln ein Forschungsprojekt zur Verbreitung der Myxomatose in Niederösterreich und zur möglichen Immunologie des Feldhasen.
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