Kampf gegen Lkw-Transit: Fahrverbot in der Nacht

Am Wagram – Jetzt ist es amtlich: Der Lkw-Verkehr rollt noch immer durch die Region Wagram – obwohl durch Sofortmaßnahmen, wie 30er-Zonen, einiges erreicht werden konnte. Knapp nach der Verkehrsfreigabe der S-33-Donaubrücke lag man bei etwa 70 Prozent Plus an Transit-Lastern, nun ist man bei 15 bis 20 Prozent mehr als vor Verkehrsfreigabe angelangt. Montag wurden die Zahlen präsentiert. Betroffen sind die Gemeinden Grafenwörth und Fels am Wagram.

„Die Straßen sind nicht für den Durchzugsverkehr gebaut“, sagt Friedrich Zibuschka, oberster nö. Verkehrsplaner. Gestern startete daher das Behördenverfahren für ein Lkw-Nachtfahrverbot von 22 bis 6 Uhr für Gösing, Stettenhof, Feuersbrunn und Wagram. Der Antrag an die Bezirkshauptmannschaft ist gestellt. „Das Nachtfahrverbot wäre wichtig, um eine Entlastung der Anrainer zu erreichen“, so Landeshauptmann Erwin Pröll.

Zusätzlich gibt es das Bestreben nach einem Durchfahrverbot für Transit-Lkw in Feuersbrunn und Wagram. Hier sei die B 34 die Umfahrung, so Zibuschka. Er hofft auf eine Erledigung der Anträge im Frühjahr. Man müsse den Fahrern verständlich machen, dass die kürzeste nicht die schnellste Route ist, sagt Grafenwörths Bürgermeister Alfred Riedl.

„Es ist positiv, dass sich etwas tut“, meint Günter Kraft, SP-Landtagsabgeordneter. Er fordert jedoch ein Transit-Lkw-Fahrverbot für alle betroffenen Gemeinden. Die Lösung jetzt sei unzureichend.

( Kurier ) Erstellt am 10.01.2012