Jugendliche Zerstörungswut: In Traiskirchen brannten Auto und Mülltonnen
Auch ein Pkw wurde in Brand gesteckt.
Eine Spur der Verwüstung zogen kriminelle Jugendliche in der Nacht von Montag auf Dienstag durch den Traiskirchner Stadtteil Möllersdorf (Bezirk Baden). Zwischen 2.30 Uhr und 5 Uhr kam es zu mehreren Sachbeschädigungen und auch Bränden.
Ein Pkw sowie eine Müllinsel und eine Mülltonne gingen in Flammen auf. „Weiters wurden unter anderem eine Straßenbeleuchtung, Fassaden und Fahrzeuge beschädigt, indem etwa der Lack zerkratzt oder Motorräder umgestoßen wurden“, bestätigt man seitens der Landespolizeidirektion Niederösterreich.
Die Freiwilligen Feuerwehren Möllersdorf und Traiskirchen-Stadt mussten ausrücken, um die Brände zu löschen.
Außerdem wird gegen die Täter auch nach dem Verbotsgesetz ermittelt, da in eines der Fahrzeuge ein Hakenkreuz eingeritzt wurde.
Die Schadenssumme ist noch Gegenstand der noch laufenden Erhebungen, dürfte aber beträchtlich sein.
Selbstanzeige per Telefon
Ein Jugendlicher meldete sich via Notruf bei der Polizei und gab zu, Brände gelegt zu haben. Im Zuge der Ermittlungen konnten Bedienstete der Polizeiinspektion Traiskirchen dann insgesamt drei Jugendliche im Alter von 14, 15 und 16 Jahren aus dem Bezirk Baden als Beschuldigte ausforschen. Sie werden der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt angezeigt.
Laut KURIER-Informationen handelt es sich dabei um keine Unbekannten. Sie sollen auch in der Vergangenheit schon durch Sachbeschädigungen auffällig geworden sein.
Per Facebook machte der Besitzer des ausgebrannten Audi seinem Ärger Luft: „Wir hatten extrem großes Glück. Direkt hinter meinem Auto ist die gedämmte Fassade eines Wohnhauses – wäre diese in Brand geraten, hätte das gesamte Gebäude mit mehreren Wohnungen in Vollbrand stehen können. Das wäre eine absolute Katastrophe gewesen! Das ist nicht nur ein Streich oder ‚Jugendsinnlosigkeit‘ – das ist kriminell und lebensgefährlich.“
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