Jugendforscher Manfred Zentner, Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister

© NLK Pfeiffer

Studie
09/23/2020

Jugend bleibt trotz Corona positiv

Niederösterreichische Jugendstudie: Zwei Drittel suchen Sozialaktivität, 16 Prozent sehen Lage kritisch

von Wolfgang Atzenhofer

Umfrage. Grundsätzlich positiv sehen 500 befragte Jugendliche in Niederösterreich ihre Zukunft. In der NÖ Jugendbefragung 2020 bewerten 90 Prozent der online befragten jungen Menschen zwischen 14 und 29 Jahren ihre private und berufliche Zukunft als positiv bis sehr positiv.

Zielgruppe der Studie, die von Landesrätin Christian Teschl-Hofmeister (ÖVP) und dem Jugendforscher Manfred Zentner (Donau Uni Krems) präsentiert wurde, waren Jugendliche und Jugendarbeiter sowie Funktionäre in Verbänden, aber auch Jugendgemeinderäte. 40 Prozent dieser Gruppen stuften die aktuelle, natürlich auch von der Corona-Pandemie geprägte Situation in NÖ als dennoch chancenreich, 44 Prozent als konstant ein. Nur 16 Prozent empfinden sie als bedrohlich.

Als Hauptthemen wurden der Wille zum sozialen Engagement, die Einstellung zu Europa, aber auch die Meinung zur Krisensituation und eben zu den Zukunftschancen abgefragt. Dabei habe sich erfreulicherweise gezeigt, dass sich rund 80 Prozent der Jugendlichen sozial engagieren wollen, stellte Teschl-Hofmeister fest. Als Manko wurde aufgezeigt, dass sich die Jungen mehr Sichtbarkeit und größere Anerkennung ihrer Freiwilligenarbeit wünschen würden.

Europaprogramme

Ebenso deckte die Befragung auf, dass sich die jungen Leute gerne engagieren würden, die existierenden Programme aber zu wenig bekannt sind. „Beim Bekanntheitsgrad des europäischen Solidaritätskorps gibt es etwa noch Luft nach oben“, erklärte Forscher Zentner. Nur jeder Zehnte kennt die Möglichkeit, dass junge Menschen aus ganz Europa zehn Monate im Rahmen von Solidaritätsprojekten arbeiten können.

Für Teschl-Hofmeister ist die Studie klarer Auftrag. Vor allem die europäischen Programme wolle man stärken. Im kommunalen Bereich sollen die Gemeinden über die Plattform „Jugend:Gemeinde:Service“ stärker als Einsatzstellen für Projekte dienen.

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