Chronik | Niederösterreich
01.02.2012

Jahrhundertbau ist Signal gegen Krise

Startschuss für den Bau der Amstettener Zentralschule. Fünf Bildungseinheiten finden unter einem Dach zusammen.

Dieser Schulbau hat eine unglaublich große Zukunftsdimension für die Stadt und die Region.“ So charakterisierte Landeshauptmann Erwin Pröll die neue Amstettener Zentralschule für die gestern der Spatenstich stattfand. Das sowohl in pädagogischen als auch in energietechnischen Belangen als hochmodern konzipierte Projekt um 19 Millionen Euro (ohne Einrichtung) gelte als ein Vorzeigeprojekt für ganz Niederösterreich, meinte Pröll.

Als die Stadt Amstetten 2007 die Sanierungsbedürftigkeit ihrer Schulen prüfte sei es rasch auf der Hand gelegen, dass eine neue gemeinsame Zentralschule die sinnvollste Lösung biete, berichtete Bürgermeisterin Ursula Puchebner. Nun werden die beiden städtischen Hauptschulen, die Regionalmusikschule, der Musikverein und das Amstettener Symphonieorchester an einem Standort zusammengezogen. Eine Fülle von Synergien könne so genutzt werden, lobten Pröll und Stadtchefin Puchebner.

Kraftakt

Der größte Bau, den die Stadt je gestartet hat, sei aber nur mit der Hilfe zahlreicher Förderstellen und dem Land NÖ möglich geworden, sagte Puchebner. Hinter dem Projekt stehen auch sieben Umlandgemeinden, die den Jahrhundertbau mit 2,5 Millionen Euro unterstützen.

Er wolle ein neues Kommunikationszentrum im Schulviertel an der Pestalozzistraße errichten, erklärte der Grazer Architekt der Zentralschule. Thomas Pucher und sein Team setzten sich in einem Bewerb unter 45 Architektenteams durch. Pucher gab seinem Konzept den Namen „Drei Häuser, drei Höfe – ein Campus“. Die Bruttogeschoßfläche wird nach Fertigstellung 10.000 Quadratmeter betragen. Der Haupschultrakt wird fünf Geschoße haben und mit einem markanten kommunikativen Stiegenhaus und Atrium ausgestattet sein. Pucher verschränkte die drei Schulobjekte und die drei Höfe nach dem Muster eines Schachbretts.

Die multifunktionale Zentralschule soll zum Schulstart 2014/15 bezogen werden. 70 Prozent der Investitionssumme wird von einheimischen Betrieben verbaut werden.