Das mittlerweile geschlossene Leiner-Haus in Wiener Neustadt

© Wammerl Patrick

Chronik Niederösterreich

Immo-Milliardär kauft alten Leiner in Wiener Neustadt

Der Wiener Unternehmer Klemens Hallmann will das geschlossene Möbelhaus entwickeln. Wie, steht noch nicht fest.

von Patrick Wammerl

11/12/2019, 06:00 PM

Von einem Milliardär zum anderen. Die derzeit begehrteste Immobilie Wiener Neustadts hat ihren Besitzer gewechselt. René Benkos Signa-Gruppe hat das ehemalige Innenstadt-Möbelhaus nach der Übernahme der Kika/Leiner-Gruppe wieder abgestoßen. Der Verkauf gehört zur Sanierung des angeschlagenen Möbelriesen.

Mit Klemens Hallmann (42) hat der nächste Immobilien-Tycoon den Zuschlag für die begehrte Adresse in Wiener Neustädter Bestlage erhalten. Der gebürtige Wiener besitzt, entwickelt und verkauft mit seiner Hallmann Holding hochwertige Objekte und Luxusimmobilien in Bestlage. Mit einem Vermögen von über einer Milliarde Euro erreichte Hallmann 2019 im Vermögensranking der wohlhabendsten Österreicher Platz 38. Geheiratet hat der Unternehmer erst heuer die deutsche Schauspielerin und Model Barbara Meier.

Zukunft noch unklar

Wie die NÖN berichtet, ist über den Kaufpreis Stillschweigen vereinbart worden. Abgewickelt wurde der Immobilien-Deal über die SÜBA AG, die wiederum eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Hallmann Holding International Investment GmbH ist. „Die SÜBA AG hat die Immobilie der ehemaligen Leiner-Filiale in der Bahngasse 17-21 in Wiener Neustadt erworben. Bezüglich der zukünftigen Nutzung des Gebäudes befindet man sich derzeit noch in der Projektevaluierungsphase“, heißt es vonseiten eines Unternehmenssprechers.

In einer Aussendung betont man, dass sich die Hallmann Holding der besonderen Bedeutung des Gebäudes für den Standort Wiener Neustadt bewusst ist. „Man arbeitet an einem Nutzungskonzept, das im Sinne der Stadt und ihrer Bewohner ist.“

Was das angesprochene Konzept betrifft, hat auch die Stadt Wiener Neustadt ein gehöriges Wörtchen mitzusprechen. Durch den ausufernden Wohnbau und der damit verbundenen Verkehrsproblematik hat Wiener Neustadt Anfang des Jahres die Reißleine gezogen. Mit einer vom Gemeinderat verhängten generellen Bausperre für alle Projekte mit mehr als zehn Wohneinheiten schiebt die Politik dem uneingeschränkten Wildwuchs beim großvolumigen Bau einen Riegel vor.

Fachbeirat entscheidet

Jedes Vorhaben muss über den Tisch des 2016 gegründeten „Fachbeirates zur Entwicklung und Planung von Wohn- und Gewerbeobjekten“.

Die Experten beurteilen jeden Bau nach Kriterien wie der Bebauungshöhe oder der Wohndichte. Laut ÖVP-Baustadtrat Franz Dinhobl will man damit die Stadtentwicklung positiver beeinflussen. Auch das zukünftige Leiner-Projekt ist davon betroffen. „Es ist eine sehr sensible Lage. Gut wäre ein gesunder Mix aus Wohnungen, Büros und Geschäftsflächen“, sagt Dinhobl.

Die Zahl der Wohneinheiten soll vor allem wegen des Verkehrsproblematik nicht überbordend sein.

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