Die Hündinnen Anuschka und Doci  wurden vergiftet.

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Chronik Niederösterreich
02/04/2015

„Hundehasser ist unterwegs“

Die Vierbeiner überlebten, ermittelt wird wegen Tierquälerei. Pfotenhilfe setzt Ergreiferprämie aus.

von Julia Schrenk, Felix Novak

Anuschka und Doci, die beiden Hunde von Karo Meixner-Katzmann aus Pressbaum (Bezirk Wien-Umgebung), hatten Glück. Vergangenen Montag gegen halb sechs Uhr Früh spielten sie im Garten. „Als ich sie wieder ins Haus holen wollte, habe ich gesehen, dass eine von ihnen etwas im Maul hatte“, sagt Meixner-Katzmann. Es war ein Giftköder, wie sich später herausstellte. Ein unbekannter Täter hatte das präparierte Fleischstück in den Garten der Meixner-Katzmanns geworfen. Der beigezogene Tierarzt konnte den Hunden erfolgreich ein Brechmittel verabreichen. Sie werden überleben.

Wie sich jetzt herausstellte, waren die Hunde von Meixner-Katzmann nicht die einzigen, die in Pressbaum einem Giftköder zum Opfer fielen. In der Aura-Park-Wohnsiedlung gab es in den vergangenen Wochen sogar mehrere Vorfälle.

Ende Dezember fraß etwa die Hündin von Frauerl Daniela einen mit Rattengift präparierten Köder. Die vergangenen Wochen musste die Familie um ihr Haustier bangen, mittlerweile gehe es Nala den Umständen entsprechend gut. Ihre Besitzerin ist überzeugt: „Es ist ein Hundehasser unterwegs.“

Ergreiferprämie

Der Polizei ist der Täter bisher nicht bekannt. Vier Fälle von Tierquälerei wurden den Beamten in der Zeit von 25. Dezember bis 26. Jänner gemeldet. Die Polizei ersucht die Hundehalter, ihre Tiere nicht unbeaufsichtigt von der Leine zu lassen. Hinweise zum Täter werden unter  059133-3232 angenommen.

In Pressbaum ist die Sorge wegen des unbekannten Hunde quälers groß. Mario Ehrlich, der am Mittwoch mit dem Hund seiner Tante in Pressbaum unterwegs war, hat von den Vorfällen gehört. Er sei jetzt vorsichtiger. Vor allem, wenn der Hund länger an etwas schnüffle, sagt der 20-Jährige.

Stefan Burger, Tierarzt in Pressbaum, bittet um Vorsicht: „Hunde, die vergiftet wurden, haben oft eine erhöhte Blutungsneigung.“ Symptomatisch für eine Vergiftung sei etwa auch, wenn sich der Hund auf die Zunge beißt. „Denn ein Hund beißt sich nicht einfach so auf die Zunge“, sagt der Tierarzt. Der Verein Pfotenhilfe hat 500 Euro Ergreiferprämie ausgesetzt.

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