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690 Wohngebäude stehen leer: Sechs Gemeinden in NÖ starten Projekt

Die Gemeinden im Hollabrunner Schmidatal sagen dem Leerstand den Kampf an. Eigentümer konnten nun mit Experten sprechen.
Leerstand im Schmidatal

690 Wohngebäude stehen in den sechs Gemeinden, die im Bezirk Hollabrunn das Schmidatal bilden, leer. Das sind etwa 12 Prozent der Wohngebäude. Diesem Leerstand sagten die Gemeinden Heldenberg, Hohenwarth/Mühlbach, Maissau, Ravelsbach, Sitzendorf und Ziersdorf den Kampf an. Der Startschuss des Leader-Projekts  „Leerstandsmanagement Schmidatal Manhartsberg“ fiel Anfang des Jahres.

Klar war, dass bei der Bevölkerung, vor allem bei den Eigentümern, Bewusstsein geschaffen werden soll, welche negativen Auswirkungen Leerstand haben kann, aber auch welches Potenzial in ihm schlummert. Kommunikation sei dabei ein klarer Schwerpunkt. 

15 Experten zur Orientierung

Darum wurde nun zu einem sogenannten Erstorientierungsnachmittag eingeladen. 60 Eigentümer und 15 Experten waren dazu im Weingut von Winzer Joe Beyer in Roseldorf zusammengekommen. „Unser Ziel ist es nicht, Menschen zu einer bestimmten Entscheidung zu bewegen. Wir möchten Orientierung geben und gemeinsam neue Perspektiven entwickeln“, betonte Regionsobmann und Bürgermeister von Sitzendorf Florian Hinteregger.

Im Mittelpunkt des neuen Unterstützungsangebots für Eigentümer leerstehender Wohngebäude standen persönliche Gespräche mit den Experten aus Architektur, Bauwesen, Immobilien, Finanzierung, Energie und Regionalentwicklung. Was diese Gespräche ganz deutlich zeigten: Der Wille zur Aktivierung des Leerstands ist vorhanden – häufig fehlen jedoch Orientierung und ein klarer erster Schritt.

Maßgeschneiderte Unterstützungsangebote

„Gerade die unterschiedlichen Anliegen der Eigentümer zeigen, wie wichtig maßgeschneiderte Unterstützungsangebote sind“, sagt Lena Weitschacher, die das Projekt der Leader-Region leitet. Diese Angebote reichen von der Entwicklung einer Nutzungsperspektive über Fragen zur Vermietung bis hin zur Suche nach geeigneten Partnern.

Das Resümee der Projektleiterin: „Der Erstorientierungsnachmittag hat gezeigt: Die Bereitschaft, über die Zukunft der eigenen Immobilie nachzudenken, ist da. Unsere Aufgabe ist es nun, aus den vielen individuellen Fragestellungen konkrete Unterstützungsangebote zu entwickeln – gemeinsam mit den Eigentümern und unserem regionalen Expertennetzwerk.“

Bedürfnisse der Eigentümer

Was ist der nächste Schritt? Die Erkenntnisse des Nachmittags fließen unmittelbar in die Weiterentwicklung des Projekts ein. Künftige Themenveranstaltungen und Unterstützungsangebote werden entlang der Bedürfnisse der Eigentümer entwickelt.

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