690 Wohngebäude stehen leer: Sechs Gemeinden in NÖ starten Projekt
Unter der Leitung der Leader-Region sagen die sechs Schmidatal-Gemeinden dem Leerstand in der Region den Kampf an. Sie waren beim ersten Orientierungsnachmittag dabei (v.l.): Wolfgang Garber, Irmtraud Traxler, Markus Pröglhöf, Franz Kloiber, Michaela Gilli-Brickl, Renate Mihle, Florian Hinteregger, Lena Weitschacher, Michael Fahn, Auguste Lehner, Waltraud Kronawetter und Judith Pfeifer.
690 Wohngebäude stehen in den sechs Gemeinden, die im Bezirk Hollabrunn das Schmidatal bilden, leer. Das sind etwa 12 Prozent der Wohngebäude. Diesem Leerstand sagten die Gemeinden Heldenberg, Hohenwarth/Mühlbach, Maissau, Ravelsbach, Sitzendorf und Ziersdorf den Kampf an. Der Startschuss des Leader-Projekts „Leerstandsmanagement Schmidatal Manhartsberg“ fiel Anfang des Jahres.
Klar war, dass bei der Bevölkerung, vor allem bei den Eigentümern, Bewusstsein geschaffen werden soll, welche negativen Auswirkungen Leerstand haben kann, aber auch welches Potenzial in ihm schlummert. Kommunikation sei dabei ein klarer Schwerpunkt.
15 Experten zur Orientierung
Darum wurde nun zu einem sogenannten Erstorientierungsnachmittag eingeladen. 60 Eigentümer und 15 Experten waren dazu im Weingut von Winzer Joe Beyer in Roseldorf zusammengekommen. „Unser Ziel ist es nicht, Menschen zu einer bestimmten Entscheidung zu bewegen. Wir möchten Orientierung geben und gemeinsam neue Perspektiven entwickeln“, betonte Regionsobmann und Bürgermeister von Sitzendorf Florian Hinteregger.
- Im Herbst wird es eine weitere Veranstaltungsreihe des Projekts „Leerstandsmanagement Schmidatal Manhartsberg“ geben.
- Die Themen sind Nutzungsbeispiele; Umbau und Sanierung; sicher vermieten; vererben und alternative Anlageformen.
- Alle Infos unter: www.schmidatal.at/leerstand
Im Mittelpunkt des neuen Unterstützungsangebots für Eigentümer leerstehender Wohngebäude standen persönliche Gespräche mit den Experten aus Architektur, Bauwesen, Immobilien, Finanzierung, Energie und Regionalentwicklung. Was diese Gespräche ganz deutlich zeigten: Der Wille zur Aktivierung des Leerstands ist vorhanden – häufig fehlen jedoch Orientierung und ein klarer erster Schritt.
Maßgeschneiderte Unterstützungsangebote
„Gerade die unterschiedlichen Anliegen der Eigentümer zeigen, wie wichtig maßgeschneiderte Unterstützungsangebote sind“, sagt Lena Weitschacher, die das Projekt der Leader-Region leitet. Diese Angebote reichen von der Entwicklung einer Nutzungsperspektive über Fragen zur Vermietung bis hin zur Suche nach geeigneten Partnern.
Das Resümee der Projektleiterin: „Der Erstorientierungsnachmittag hat gezeigt: Die Bereitschaft, über die Zukunft der eigenen Immobilie nachzudenken, ist da. Unsere Aufgabe ist es nun, aus den vielen individuellen Fragestellungen konkrete Unterstützungsangebote zu entwickeln – gemeinsam mit den Eigentümern und unserem regionalen Expertennetzwerk.“
Bedürfnisse der Eigentümer
Was ist der nächste Schritt? Die Erkenntnisse des Nachmittags fließen unmittelbar in die Weiterentwicklung des Projekts ein. Künftige Themenveranstaltungen und Unterstützungsangebote werden entlang der Bedürfnisse der Eigentümer entwickelt.
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