34 Millionen: Landwirtschaftliche Fachschule Hollabrunn wird umgebau

Landwirtschaftliche Fachschule Hollabrunn
Das Land NÖ investiert 34 Millionen Euro in den Hollabrunner Schulstandort. Noch heuer soll mit den Arbeiten begonnen werden.

34 Millionen Euro wird das Land NÖ in den kommenden Jahren in die Hand nehmen und in die Landwirtschaftliche Fachschule (LFS) Hollabrunn investieren. "Durch die Investitionszusage werden die Gebäude auf die Höhe der Zeit gebracht", sagt Bildungslandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (ÖVP), nachdem ÖVP, FPÖ, SPÖ und Grüne in Landtag. Die Neos stimmten dagegen.

Konkret ging es um den Neubau eines Schülerheims sowie den Zu- und Umbau der Schule. Für die Bauabschnitte 1 und 2a sind 34,1 Millionen Euro budgetiert. Zunächst werden Ersatzbauten errichtet, dann das alte Gebäude abgerissen. 

Edith Kollermann, Landtagsabgeordnete der Neos, sprach sich vor dem Gremium für moderne Bildungseinrichtungen in einer herausfordernden Zukunft aus, vor allem im landwirtschaftlichen Bereich, der im Spannungsfeld zwischen Klimawandel, Nachhaltigkeit und neuen Technologien agiere.

Dennoch: Die Zustimmung für das Hollabrunner Projekt können die Neos nicht geben. Denn öffentlichen Mittel müssen transparent, nachvollziehbar und professionell eingesetzt werden, sagt sie. 

Kein Zeitplan, keine Aufschlüsselung der Kosten

Technische Beilagen, wie auch ein Zeitplan und eine Aufschlüsselung der Kosten würden fehlen. Die Neos seien nicht gegen eine Investition in Bildungseinrichtungen, sie wollen aber eine klare Planungsgrundlage und transparente Kostenkalkulationen.

LFS Hollabrunn

Noch heuer soll mit den Bauarbeiten bei der Landwirtschaftlichen Fachschule begonnen werden. 

Landtagsabgeordneter Georg Ecker (Die Grünen) ist Hollabrunner und freut sich, dass in den Standort investiert wird, kann die Kritik der Neos aber nachvollziehen. Für ihn sei auch zu hinterfragen, weshalb erst 2020 um 3,5 Millionen Euro saniert wurde, wenn nun fünf Jahre später ein Um- und Neubau angesagt sei. Er wünsche sich, dass künftig im Vorfeld besser überlegt werde, wenn Steuergelder verwendet werden. Generell verdienen Schüler und Lehrer aber das beste Lernumfeld. 

Sanierung und Umbau sind zwei Paar Schuhe

Für Richard Hogl (ÖVP) war der Beschluss eine besondere Freude. Denn er hat in der LFS seine Ausbildung genossen. "Ich war im zweiten Jahrgang, nachdem die Schule eröffnet worden ist", berichtet er. 2020 sei nur das Schulgebäude saniert worden, klärt der Abgeordneter im Landtag auf. Jetzt werde eine das Internat neu gebaut, übersiedelt und das alte Gebäude abgerissen, die Garagen werden ebenso erneuert. Das habe mit der Sanierung nichts zu tun.

2026 wird mit Um- und Neubau der LFS begonnen

120 Jugendliche besuchten gemeinsam mit Hogl die Bildungseinrichtung, heute seien es über 350. Das zeige, dass die Schule Zukunft habe. Immerhin könne man am Hollabrunner Standort nach dem Schulabschluss eine Berufsreifelehrgang abschließen. Dieser ermöglicht ein anschließendes Studium. 

Wie sieht es nun mit dem Zeitplan aus? "Begonnen wird, sobald es geht", spricht Hogl auf KURIER-Nachfrage von einem Baubeginn schon in diesem Jahr.

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