Historien-Krimi für Kinder in Grafenegg

Räuberhauptmann Grasl erneut gejagt, gefangen, eingesperrt: Die Kinder hatten beim Spiel eine Menge Spaß.

Dieses Abenteuer werden die teilnehmenden Kinder der Gemeinde Grafenegg, Bezirk Krems, wohl lange nicht vergessen: Sie nahmen an der Jagd nach dem Räuberhauptmann "Grasl" und seinen Komplizen teil, erlebten eine Gerichtsverhandlung, den Einsatz echter Polizisten und konnten auch noch ein Gefängnis besichtigen. Die wichtigsten Rollen in dem Historien-Krimi waren sogar mit prominenten Gemeindebürgern besetzt.

Historikerin Ingrid Oberndorfer hatte das Spiel, bei dem die Kinder im Grafenegger Schlosspark den Räuber und seine Spießgesellen fingen, mit Unterstützung unter anderem der Feuerwehr organisiert.

Prozess

Die Delinquenten wurden unter Wehklagen und Lärmen zum Pranger gebracht und von Kinderschöffen unter dem Marktrichter - die Rolle übernahm Bürgermeister Anton Pfeifer - verurteilt. Assistiert von "Wachter" Vizebürgermeister Franz Klein und "Lanzenträger" Feuerwehrkommandant Wolfgang Neumann. Schließlich holten echte Polizisten (Kommandant Franz Pummer und seine Kollegen bemühten sich um strenge Blicke) den verurteilten Räuber (Franz Fritzlehner) ab und steckten ihn in einen ebenso echten Arrestraum der Polizeiinspektion Hadersdorf. Dort durften die Kinder den Gefangenen besuchen und die Einrichtungen der Polizei besichtigen. Damit die Kinder auch die Zusammenhänge verstehen, erzählte Organisatorin Oberndorfer in Spielpausen die wahre Geschichte des Räubers und erklärte die historische Bedeutung eines Prangers.

( Kurier ) Erstellt am 05.12.2011