Prächtige Baumblüte mit Wermutstropfen im Mostviertel

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Mostviertel
04/10/2020

Herrliche Birnbaumblüte mit „Plan B“

Höhepunkt der Blüte findet über Ostern statt. Der Mostfrühling soll ohne Geselligkeit über die Bühne gehen, aber nicht ohne Genuss

von Wolfgang Atzenhofer

Inmitten der Coronakrise gilt es auch einen gewissen Zynismus der Natur wegzustecken. Im Mostviertel hat das sonnige Wetter die Blüte der rund 300.000 Mostbirnbäume beschleunigt. Zu den Osterfeiertagen steht heuer eine Prachtblüte bevor. Doch Ausflügler und potenzielle Gäste der vielen Heurigen und Mostwirtshäuser sind heuer wegen der Corona-Maßnahmen nicht erwünscht. Die Direktvermarkter versuchen deshalb, den Fans die Genüsse des Mostfrühlings für zu Hause aufzubereiten.

Die großen Traditionsveranstaltungen am „Tag des Mostes“ am letzten Sonntag im April „sind heuer kein Thema“, sagt Michaela Hinterholzer, Obfrau der NÖ Moststraße. Der Weistracher Mostkirtag, die Most-Rallye in Amstetten oder der Mostfrühschoppen beim Seppelbauern in Pittersberg lockten alljährlich Tausende. Keine Heurigenschank, die im Mostfrühling nicht die Pforten öffnete. „Heuer ist alles anders, wir bewerben die Baumblüte nicht, wenn die Gäste ohnehin nicht kommen sollen“, sagt Touristikerin Gudrun Vösenhuber. Einheimische seien privilegiert, sie können die teils riesigen Mostbäume am Spazierweg daheim genießen.

Blüten-Webcam

Als kleiner Trost soll Interessierten die Live-Webcam im Geäst eines Birnbaums dienen. (www.mostviertel.at/birnbaum-webcam) Über sie ist online das Anschwellen und Platzen der Blütenknospen einer Grünen Pichlbirne zu beobachten. Der Baum steht beim Genuss-Bauernhof Distelberger in Amstetten. Wie die anderen Mostbarone und Ab Hof-Bauern versucht auch Toni Distelberger mit dem „Plan B“, seine Produkte per Post oder über den Hofladen zu verkaufen. „Unsere Haupteinnahme ist der Heurige, der muss aber weiter geschlossen bleiben“, schildert er.

Wie viele Wirte spezialisieren sich Traditionsheurige, wie Hauer in Ardagger, Zeiner in Zeillern, Reikersdorfer bei Neuhofen, Zeillinger in Euratsfeld und viele andere neben den Hofläden auf reservierte Jausenplatten. „So kann man zumindest bei der Abholung der Jausen die blühende Natur genießen. Es wird aber wieder anders“, spendet Mostbaron Bernhard Datzberger Trost.

www.gemma-mostviertel.at, www.soschmecktnoe.at, www.mostviertel.at

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