Chronik | Niederösterreich
05.12.2011

Heimspiel für den Christbaum

Wunderdinger: Heimische Weihnachtsbäume schützen das Klima, sichern Arbeitsplätze und bleiben länger frisch.

Ritschratsch macht die Bügelsäge und schon liegt er: Agrar- und Energie-Landesrat Stephan Pernkopf hat gestern in Teamarbeit mit Franz Raith, dem Obmann der NÖ Christbaumbauern symbolisch den ersten Christbaum der Saison gefällt.

Mit rund 90 Prozent Eigenversorgung ist Österreich bei den Christbäumen praktisch autark. Außerdem ist der heimische Christbaum ein echter Klimaschützer, betonten Raith - er ist auch Präsident der europäischen Christbaumproduzenten - und Landesrat Pernkopf am Donnerstag beim offiziellen Start der Christbaumsaison.

Transport

"Nur ein heimischer Baum sorgt für gesunde Luft durch kurze Transportwege und regionale Wertschöpfung", stellte Raith fest. "Ein Hektar Christbäume verbraucht während zehn Jahren 143 Tonnen Kohlendioxid und produziert im selben Zeitraum 105 Tonnen Sauerstoff. Außerdem legt er im Schnitt 40 Kilometer vom Feld zum Verkaufsstand zurück. Einer aus Nordeuropa hingegen 1000 Kilometer", präzisierte Pernkopf.

Auch deshalb sei die Herkunft besonders wichtig. Die erkennt man an der entsprechenden Schleife, die niederösterreichische Christbaumproduzenten seit Jahren an den Bäumen anbringen.

Das größte Produktionsgebiet Österreichs ist übrigens das Waldviertel, wo sich besonders viele Bauern mit kleinen Betrieben in ungünstigen Lagen mit den Christbäumen einen Nebenerwerb sichern.

Verkauf

Der Ab-Hof-Verkauf beginnt Anfang Dezember, im St. Pöltener Stadtgebiet geht der Verkauf am 12. Dezember los. Geschnitten werden die heimischen Bäume aber schon etwas früher - oft nach der passenden Mondphase, die besondere Haltbarkeit sichern soll.

www.weihnachtsbaum.at