Handyweitwerfen in Korneuburg

Wer schleudert das Handy am weitesten? © Bild: /Marlene Penz

37 Teilnehmer versuchten den Weltrekord zu knacken. Ein Erfolg war die Veranstaltung schon vor Beginn.

Es ist heiß, es ist windig, aus den Boxen wummert die Musik. Pünktlich um 16 Uhr starteten Freitagnachmittag in der Dimmi-Arena in Korneuburg die erste Handyweitwurfmeisterschaft Österreichs. Was in Finnland bereits zum Nationalsport avanciert ist, war bei uns bisher unbekannt. Das will der Verein Twine gemeinsam mit der Stadt Korneuburg ändern, die erstmals eine Meisterschaft auf die Beine gestellt haben. Dabei wurde auch ein Weltrekordversuch gestartet: es galt 110,42 Meter bei den Männern und 60,24 Meter bei den Frauen zu übertreffen.

Für den guten Zweck

Obwohl das Event ein großer Spaß für alle war, stand viel mehr dahinter: Aufmerksam machen auf die Nervenkrankheit ALS (Amyotrophe Lateralsklerose). Im Zuge der Ice-Bucket-Challenge vor zwei Jahren (Ein Kübel mit eiskaltem Wasser wurde den Teilnehmern über den Kopf geleert) wurde fleißig für ALS-Kranke und Forschung gespendet. "Wir haben etwas Skurriles gesucht, das das Potenzial hat, an die Ice-Bucket-Challenge anzuschließen", erklärt Veranstalter Michael Deinl. Der Eintritt sowie das Nenngeld(je 5 Euro) gehen an die ALS-Forschung.

Geworfene Handys
handy-weitwurf korneuburg © Bild: /Marlene Penz
Obwohl das Ganze nicht so ernst anmutete, es blieb ein Wettbewerb. Die 37 Werfer (teilnehmen konnte jeder, der Lust hatte) waren nervös, die Besten warfen in einem zweiten Durchgang erneut, jeder wollte unter den Besten, vielleicht sogar der Sieger sein. Bereits nach der ersten Runde war klar: der Weltrekord war ein zu ambitioniertes Ziel. Dennoch durfte ein Rekord gefeiert werden: Mit 62,80 Metern hat Jürgen Eberhart den besten Österreicher (49,47 m), der den Veranstaltern bekannt war, vom Stockerl gestoßen. Der Nachwuchsfußballer des ASC Marathon, Erdem Bülbül, belegte mit 54,30m vor Bashar Alghzawi (50,26 Meter) Rang 2. Bürgermeister Christian Gepp schaffte es auch in den Finaldurchgang der besten 15, und belegte den 7. Endrang. Auch eine Damenwertung gab es, hier siegte Melanie Lechner mit 22,90m vor der erst 11-jährigen Melina Koutroumpis (19,80m) und Michaela Bader mit 14,80m.

( kurier.at ) Erstellt am 27.08.2016