Ferdinand Zuser erhielt das Große Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Bundesland NÖ durch Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner

© NLK Schaler

Chronik Niederösterreich
09/07/2021

Großes Sesselrücken: Rennen um Polizei-Spitzenjobs in NÖ

Noch heuer werden einige begehrte Schlüsselstellen frei. Vier Bewerber kämpfen um die Leitung der Landesverkehrsabteilung.

von Patrick Wammerl

Wer auf der Karriereleiter bei der Polizei nach oben möchte, für den tun sich einige Optionen auf. Innerhalb des nö. Polizeiapparates werden in den kommenden Wochen wichtige Schlüsselrollen neu besetzt – beispielsweise die Leitung der Landesverkehrsabteilung, die Rolle des Landespolizeidirektor-Stellvertreters und eventuell auch die Führung des Landeskriminalamtes.

Mit seinem Pensionsantritt hat der langjährige Chef der Landesverkehrsabteilung, Ferdinand Zuser, das Postenkarussell ins Drehen gebracht.

Zu seiner Pensionierung wurde Zuser im Juli quasi zum Abschied noch der nächst höhere Dienstgrad Generalmajor verliehen. „Etwas, was sehr selten vorkommt und mit den besonderen Verdiensten und der Person zu tun hat“, erklärt Landespolizeidirektor Franz Popp. Unterstrichen wurde die Wertschätzung auch mit der Verleihung des Großen Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um das Bundesland NÖ durch Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.

Vierkampf

Vier Kandidaten aus dem Bundesland haben sich um den begehrten Spitzenjob der 450 Beamten zählenden Abteilung beworben. Darunter Zusers Stellvertreter Willy Konrath und Gottfried Macher, ebenfalls von der Verkehrsabteilung. Dem Vernehmen nach haben auch Rupert Schoißwohl vom Landesamt für Verfassungsschutz und der Bezirkspolizeikommandant von Melk, Oswin Huber, ihre Bewerbungsunterlagen abgegeben. Spannend ist die Frage, wie die Begutachtungskommission im Innenministerium die Kandidaten bewertet. Konrath war lange Stellvertreter von Zuser, ließ sich aber zwei Jahre lang dienstfrei stellen und wechselte als Chefausbilder zum Landesfeuerwehrverband. In dieser Zeit wurde Macher mit der Stellvertretung betraut. Konrath wechselte heuer zurück in die Polizeiuniform.

Popp wird auf Basis der Kandidatenreihung durch die Kommission die Personalentscheidung treffen und dem Ministerium und dem Bundespräsidenten die Ernennung vorschlagen.

Ende September geht auch Popps Stellvertreter Rudolf Slamanig in Pension. Neu besetzt wird außerdem das Büro Organisation, Strategie und Dienstvollzug. „Auch das Landeskriminalamt könnte noch ein Thema werden“, sagt Popp. Nämlich dann, wenn der jetzige Leiter Omar Haijawi-Pirchner tatsächlich Chef des neuen Verfassungsschutzes wird.

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