Krems unterzeichnet Vertrag für mehr Klimaschutz
Krems unterzeichnet Greenpeace Vertrag.
Der Kremser Bürgermeister Peter Molnar soll als erster Stadtchef Österreichs die „NaturStadt-Garantie“ von Greenpeace unterzeichnet haben. Mit dieser freiwilligen Selbstverpflichtung bekennt sich der SPÖ-Politiker dazu, den Erhalt und Ausbau von Grünflächen sowie eine klimafitte Stadtentwicklung weiter voranzutreiben, wie das Magistrat am Donnerstag in einer Aussendung mitteilte. „Klimaschutz beginnt direkt vor unserer Haustür. Stadtbäume, Parks und begrünte Plätze sorgen nicht nur für mehr Lebensqualität, sondern helfen auch dabei, unsere Stadt widerstandsfähiger gegen Hitze und Starkregen zu machen“, so Bürgermeister Peter Molnar.
Mit der Unterzeichnung verpflichtet sich die Stadt gemäß dem sogenannten Netto-Positiv-Prinzip dazu, den Grünanteil im besiedelten Stadtgebiet langfristig zu erhöhen. Grünflächen sollen demnach künftig nicht mehr schrumpfen, sondern wachsen. Sollte bei unvermeidbaren Bauprojekten dennoch Grünraum verloren gehen, muss dieser zeitnah durch gleichwertige Maßnahmen wie Straßenbäume, Wildblumenflächen oder Dach- und Fassadenbegrünungen ersetzt werden. Das Ziel besteht darin, Hitzeinseln zu reduzieren, die Folgen des Klimawandels abzufedern und die Lebensqualität in der Stadt nachhaltig zu verbessern.
Greenpeace sieht Krems als Vorbild
Auch Greenpeace Österreich begrüßt diesen Schritt. Geschäftsführer Alexander Egit spricht von einem wichtigen Signal für andere Gemeinden. „In Zeiten zunehmender Hitzewellen und Extremwetter braucht es Stadtpolitik mit Weitblick. Mit der Unterzeichnung der NaturStadt-Garantie übernimmt Krems Verantwortung und zeigt, wie Klimaanpassung und Lebensqualität gemeinsam gedacht werden können. Wir hoffen, dass viele weitere Städte diesem Beispiel folgen“, betont Egit.
Krems stärkt Klimapolitik mit e5-Beitritt
Parallel dazu möchte die Stadt ihre Klima- und Energiepolitik strategisch stärker verankern. Der Gemeinderat hat einstimmig den Beitritt zum österreichweiten e5-Programm der Österreichischen Energieagentur beschlossen. Damit sollen Klimaschutz- und Energiemaßnahmen künftig noch gezielter geplant und umgesetzt werden. Krems ist bereits Klima- und Energiemodellregion sowie Teil des Netzwerks der Pionierstädte im Klimaschutz. Zudem bündelt die Stadt seit Kurzem sämtliche Klima- und Energiethemen im neu geschaffenen Klimabüro. Langfristige Ziele sind die Klimaneutralität bis 2040 und die Unterstützung der Energieautarkie bis 2030.
Zu den bereits umgesetzten Maßnahmen zählen unter anderem Entsiegelungs- und Begrünungsprojekte, der Ausbau erneuerbarer Energien, die Gründung einer kommunalen Energiegemeinschaft und Investitionen in den Fuß- und Radverkehr. Durch den Beitritt zum e5-Programm erhält die Stadt außerdem Zugang zu einem österreichweiten Netzwerk und zu einem zertifizierten Qualitätsmanagement für Energie- und Klimaschutz.
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