Gföhl: Weiter Ärger rund um Stupabau

Stupas haben im Buddhismus große Tradition als Symbolträchtige Bauwerke. In Gföhl soll das größte in Europa entstehen und gleichzeitig als Kongresszentrum dienen (im Bild: Stupa in Kathmandu)
Foto: rts

Eine von der Opposition geforderte Informationssitzung des Gemeinderates soll nun gar nicht öffentlich stattfinden.

Öffentliche Information über das Projekt eines buddhistischen Friedensdenkmals in Gföhl, Bezirk Krems, wollten die beiden Oppositionsparteien SPÖ und Bürgerliste WFG. Dazu beantragten sie eine außerordentliche Gemeinderatssitzung. Als sie deren Tagesordnung zugeschickt bekamen, war der Schreck groß: Das Thema wird im nicht öffentlichen Teil behandelt. Dagegen versuchen die Oppositionspolitiker nun über die Gemeindeaufsicht anzukämpfen. Viel Zeit bleibt nicht. Die Sitzung ist für 24. August angesetzt.

Wie berichtet, interessierte sich eine Stiftung für ein Grundstück in Gföhl als Bauplatz für eine sogenannte Stupa, ein buddhistisches Friedensdenkmal. Stiftungschefin Elisabeth Lindmayer verhandelte mit VP-Bürgermeister Karl Simlinger. Der vermittelte einige mögliche Bauplätze. Warum die Angelegenheit nicht öffentlich behandelt wird: "Weil es um Grundkaufangelegenheiten geht. Die sind privat und gehen die Gemeinde nichts an", präzisiert Simlinger. Das sehe auch die Gemeindeaufsicht so.

Millionen

"Danach wollten wir ja gar nicht fragen, sondern nach den Kontakten des Bürgermeisters zur Stiftung. Er kann doch nicht einfach das beantragte Thema ändern", beharrt Leo Ganser von der WFG.

Wie berichtet, hatte ein Anrainer der Stiftung das favorisierte Grundstück vor der Nase weggekauft. Weil er nach eigenen Angaben keine Information über die geplante Anlage hatte und nicht riskieren wollte, eine Anlage mit hoher Frequenz vor die Nase gesetzt zu bekommen. Er soll nach dem Willen der Opposition die Gelegenheit bekommen, seine Situation zu erklären.

"Da sollen Millionen investiert werden. Ich appelliere an die Opposition und die Medien, diese Chance für die Stadt nicht kaputt zu machen und dem friedensstiftenden Projekt eine Chance zu geben", unterstreicht Simlinger. Derzeit ist offen, wie es mit dem Projekt weiter geht. Stiftungschefin Lindmayer favorisiert das Waldviertel, will aber keinen Konflikt um das Grundstück austragen.

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(kurier) Erstellt am
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