Schmale Kost für Ermittler: Verkohlte Wracks der vier Fluchtautos.

© Franz Hagl

Fahndung
08/28/2013

Gescheiterter Überfall auf Geldboten: Polizei sucht noch ganz heiße Spur

Die zerstörten Autos sind bisher die konkretesten Anhaltspunkte für die Polizei.

von Wolfgang Atzenhofer

Lediglich vier vom Feuer zerstörte Autos sind bisher die konkretesten Anhaltspunkte für die Polizei bei den Ermittlungen rund um den spektakulären, aber gescheiterten Überfall auf einen Geldtransporter bei St. Pölten. Wie berichtet, trotzten der 28-jährige Lenker des Transporters und sein 46-jähriger Beifahrer einer gefinkelten Sperre, die eine organisierte Bande Dienstagfrüh auf der Westautobahn errichtet hatte.

Bei der Kriminalabteilung NÖ wurden die Kräfte der Raub-, Tatort- und Fahndungsgruppe für die Ermittlungen zusammengezogen. Aus den Wracks der von den Tätern bei St. Pölten, Böheimkirchen und in Wien-Penzing in Brand gesteckten Autos konnten die Spezialisten bereits erste Erkenntnisse gewinnen. Die Fahrzeuge wurden demnach in Österreich gestohlen und mit ebenso gestohlenen Kennzeichentafeln aus Österreich, der Slowakei und den Vereinigten Arabischen Emiraten ausgestattet. Am Tatort wurden zudem drei Patronenhülsen gefunden. Überprüft werden auch die ersten Hinweise aus der Bevölkerung.

Nicht bestätigt werden Berichte, dass bei dem Überfall von den vermummten Räubern sowohl Blaulicht als auch Polizei-Logos eingesetzt wurden. Offiziell will bei der Polizei auch niemand über die mögliche Herkunft der Täter spekulieren. Für Insider steht aber fest, dass es sich hier mit hoher Wahrscheinlichkeit um eine Ost-Bande handelt. „Ein Fall mit ungeheurer krimineller Energie. Ich bin überzeugt, er wird bei uns früher oder später gelöst“, sagte Niederösterreichs Polizeichef Franz Prucher. Bei den Geldboten der Firma Loomis will er sich noch persönlich bedanken.

Bilder: Geldtransporter-Überfall bei St. Pölten

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