Dankbarer Gastpatient für Hilfe in Wien: ÖVP fordert Pakttreue ein
Gastpatient Bert Wieser (m.) mit Lukas Michlmayr (l.) und Mario Wührer (r.)
Mit einem ehemaligen Gastpatienten, der voll des Lobes für die medizinische Hilfe in Wien ist, wollen nun ÖVP-Mandatare im Bezirk Amstetten frische Argumente in die heftige Spitalsdebatte mit der Wiener Stadtpolitik einbringen.
"Ihm wurde als Niederösterreicher, so wie vielen anderen in Wien beste Unterstützung gewährt, genauso soll das auch weiterhin funktionieren", kommentiert der ÖVP-Abgeordnete und Haager Bürgermeister Lukas Michlmayr die Geschichte seines Gemeindebürgers Bert Wieser.
Verbrennungen
Dem Betreiber des Haager Freibadbüffets waren am Abend des 30. August 2024 bei einem Unfall 20 Liter heißes Öl großflächig über den rechten Arm und ins Gesicht gespritzt. Nach einer schwierigen Erstversorgung der großflächigen Verbrennungen am Unfallort flog das Notarztteam des nachttauglichen Linzer Rettungshubschraubers den Verletzten ins Wiener AKH. "Dort wurde ich in der Spezialabteilung für Verbrennungen vom ersten Moment an absolut professionell versorgt und behandelt", ist Wieser dankbar, dass von seinen schlimmen Verletzungen fast nicht mehr zu sehen ist.
Dass er aus NÖ stamme, habe zu keinem Zeitpunkt eine Rolle gespielt, schildert er.
Michlmayr und sein Abgeordnetenkollege Mario Wührer aus Waidhofen/Ybbs bringen sich in die landesweite ÖVP-Kampagne "Schluss mit blockieren, Wien muss operieren!" von Niederösterreichs Westen aus auch noch mit einem anderen Argument ein: "Die gegenseitige Unterstützung mit Oberösterreich funktioniert vorbildhaft".
Patienten aus OÖ
Im Vorjahr wurden 4.499 oö. Patienten in den Spitälern Amstetten und Waidhofen/Ybbs stationär aufgenommen und 39.071 ambulant behandelt. "Etwa gleich hoch dürfte die Zahl unserer Leute, die in Linz oder Steyr behandelt wurden, sein", so Michlmayr. Dieser Austausch sei im Finanzausgleich so paktiert, "das hat auch Wien unterschrieben und ist somit einzuhalten", fordert Wührer.
Kommentare