Neue Ehrenerklärung: FUFU-Chef in Waidhofen provoziert Blaue wieder

Baustadtrat Martin Dowalil postet gleich vier Videos und wiederholt bei jeder Entschuldigung Richtung FPÖ provokanten Anti-Nazi-Sager aus einem Liedtext.
Martin Dowalil

Er hat es schon wieder getan. Mit schrillen und provokanten Ehrenerklärungen, zu denen er gerichtlich verdonnert wurde, bringt der Waidhofener Baustadtrat und Chef der Liste FUFU (Farblose Unabhängige Formierte Uniformierte), Martin Dowalil, weiterhin die Gemüter in der FPÖ in Wallung. 

Mehreren Postings, in denen er die FPÖ und indirekt den blauen NÖ-Landtagsabgeordneten Alexander Schnabel ins Nazi-Eck rückte und gerichtlich belangt wurde, ließ Dowalil nun das nächste provokante Posting folgen. Im Vorfeld der in 10 Monaten stattfindenden Gemeinderatswahlen in Waidhofen/Ybbs werden die politischen Reibereien in der Statutarstadt heftiger.

Plakatstreit

Der Streit entzündete sich im vergangenen Herbst, als die FPÖ die Veranstaltungsplakate eines Kulturvereins überklebte. Dowalil veröffentlichte daraufhin ein Video, in dem er die Freiheitlichen als "Dodelpartei" bezeichnete und auch einen fremden Liedtext "wenigstens bin i ka g’schissene Nazisau, wie du" anhängte. Dabei war im Video groß das Foto von Schnabel zu sehen.

Er habe nicht die Absicht gehabt, einen direkten Zusammenhang mit Schnabel herzustellen, versicherte Dowalil, als eine Unterlassungsklage bei ihm eintrudelte, gegenüber dem KURIER. Er übernahm aber die Konsequenzen samt Gerichtskosten, die letztendlich seine Freunde über eine Crowdfunding-Aktion übernahmen, an.

Dowalil bei erster Ehrenerklärung

Dekoriert in den LGBTQI+Farben postete Dowalil seine erste Ehrenerklärung.

Die vom Gericht medienrechtlich aufgetragene schriftliche Ehrenerklärung ergänzte die FPÖ noch mit der Forderung nach einer Video-Entschuldigung auf Facebook. Die damit eröffneten Möglichkeiten reizten den kampfeslustigen FUFU-Listenchef dann offensichtlich erneut. Nach einer provokanten Entschuldigung auf Facebook in Uniform und im regenbogenfarbenen LGBTQI+ Outfit, widerrief er den Nazisager bei vollem Wortlaut  und entschuldigte sich theatralisch.

Die Waidhofner Freiheitlichen waren erneut in Rage. Ihr Gemeinderat Josef Gschwandegger forderte dazu auch die Waidhofner ÖVP und die SPÖ auf, die Koalition mit Dowalils Liste FUFU zu sprengen, weil dieser das Stadtimage schädige. Und Schnabel bemühte erneut sein Anwaltsbüro. Dieses ließ wissen, dass man durch den Auftritt in Uniform den Zuseher abgelenkt und so die eigentliche Botschaft unterlaufen sehe.

Dowalil reagierte nun und postete die Ehrenerklärung gleich in vier Videos - "für Männer, für Frauen, für Tiere und für alle Menschen am Globus". Und natürlich wiederholt er auch jedes Mal  das Zitat mit der "g’schissenen Nazisau, wie du", das von einer Band in Oberösterreich stammt.  Selbst tritt er im Piraten-T-Shirt auf, in einem der Videos ist sein entspannter chilliger Kater zu sehen. 

Entspannung, die bei der FPÖ wohl noch nicht angekommen ist.  

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