Für Weihnachtsmärkte bestimmt: Schlag gegen Produktpiraten am Flughafen Wien

Ein Haufen von Bekleidungsartikeln und Accessoires verschiedener Marken, darunter Calvin Klein, Fendi, Moncler, Valentino und Versace.
Sechs Tonnen Fälschungen im Wert von 5,2 Millionen Euro wurden per Flieger geschmuggelt.

Gucci, Versace, Fendi, Calvin Klein - nur die schillernsten Namen in der Modewelt standen auf den Verpackungen, die per Luffracht nach Wien transportiert wurden. Das Problem daran: Bei den Artikeln, die einen Originalwert von 5,2 Millionen Euro haben, handelte sich allesamt um Fälschungen.

Rekordfund: 30.000 gefälschte Modeartikel

Gefälschte Socken

Am Flughafen Wien-Schwechat wurden nun die gefälschten Socken, Unterhosen, Taschen , Gürtel, Leggins, die eigentlich auf diversen Weihnachtsmärkten verkauft werden sollten, aus dem Verkehr gezogen.

"Besonders dieser große Aufgriff macht deutlich, dass Produktpiraterie nicht als Kavaliersdelikt zu verharmlosen ist", betont Gerhard Marosi vom Bundesministerium für Finanzen.

Eine Zollbeamtin arbeitet mit einem Spürhund an einem Stapel von Paketen.

Der Zoll kontrolliert auch mit Hunden

Gefahr für die Gesundheit

Die österreichische Zollverwaltung verzeichnet in der Vorweihnachtszeit erfahrungsgemäß signifikante Zunahme an Aufgriffen gefälschter Produkte. Experten betonen, dass viele dieser Produkte eine ernste Bedrohung für die Gesundheit darstellen können. Allergien durch billige, giftige Farben in gefälschten Textilien, Augenschäden durch nachgemachte Sonnebrillen ohne UV-Schutz, Hautverätzungen durch gefälschte Körperpflegemittel sind nur Beispiele für die teils gravierenden Bedrohungen durch Plagiate.

Eine Weltkarte zeigt den Weg gefälschter Markenartikel von den USA über die Türkei, China und Vietnam nach Wien, wo sie vom Zoll gestoppt wurden.

Kommentare