Exkursion zu den Teichanlagen im Mendlingtal belegte das große Interesse

© /Stefan hackl

Eisenstraße
08/29/2014

Frischer Fisch macht wasserreiche Landwirte neugierig

Die große Nachfrage nach Fischen aus der Region eröffnet Bauern Chancen.

von Wolfgang Atzenhofer

Eine Region will ihren Wasserreichtum veredeln. Das im Kulturpark Eisenstraße ins Leben gerufene Projekt "Wasser. Fisch.Mensch", in dem bislang ungenützte Teiche und Quellfassungen auf Bauerngründen für Fischzucht genutzt werden sollen, entwickelt sich zu einem Hit. Forellen und Saiblinge aus glasklaren Aquakulturen in den Voralpen sind derzeit bestens nachgefragt, aber nur schwer zu bekommen.

"Die Interessengruppe ist weitaus größer als wir erwartet haben", schildert Eisenstraßen-Projektbeteuer Manuel Filzwieser. Man hoffte, dass zum Start des EU-Leaderprojekts vier bis fünf Betriebsinhaber eine erste Basisinformation einholen. Stattdessen ließen sich bereits 17 Grundbesitzer über die Voraussetzungen für eine Fischzucht einweisen.

Ybbstalforelle

Unter anderem, weil das Pilotprojekt "Ybbstalforelle" rund um einige Teichbetreiber im Göstlinger Raum voll eingeschlagen hat, schlossen sich der Fisch-Kooperation namhafte Institutionen an. Neben dem Kulturpark mit 25 Gemeinden, ziehen der Regionalverband Mostviertel, der Ökopunkteverein, die Bergbauernschule Hohenlehnen, die Bauernkammern, der Tierfutterproduzent Garant und die regionale Raiba an einem Strang. "Die Nachfrage nach regionalen Fischen, die allein von den Gastwirten kommt, kann derzeit nicht befriedigt werden. Bis Ende des Jahres soll deshalb das Bewusstsein für die Produktion in der Region verbessert werden", sagt Filzwieser. Derzeit gibt es in der Region rund acht eher kleine Züchter. Mögliche neue Fischwirte, die in ihre Anlagen auch kräftig investieren müssten, sollen wissen, was auf sie zukommt, meint der Gewässerökologe. Für Mitte Oktober hat er deshalb den "Grundkurs Forellenzucht" ausgeschrieben (www.eisenstrasse.ifo/fisch). Bei der Erstellung eines Qualitätsmanagements für die künftige Dachmarke des Alpenvorland-Fisches wird von Anfang an auch der Konsument mit im Boot sein.

Als gutes Indiz für das große Interesse am Projekt ortete Eisenstaßen-Obmann Andreas Hanger die große Teilnehmerschar an einer Exkursion zu der Teichwirtschaft im Mendlingtal bei Göstling. "Da waren hoch Interessierte aus Lunz, Ybbsitz oder Gresten dabei, etliche wollen in die Fischproduktion einsteigen", berichtet er. Das Gebiet aus dem mögliche Teilnehmer angeklopft haben, erstreckt sich mittlerweile von Pöchlarn bis zum Ötscher. Für September und Oktober sind weiters eine Exkursion und ein Seminar zu Aquakulturanlagen geplant.

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