Aufgeräumt nach dem Müll: Frequency Festival 2014 in St. Pölten.

© /Julia Schrenk

St. Pölten
08/25/2014

Frequency–Areal nach Aufräumaktion übergeben

In einer Woche wurden 270 Tonnen Müll eingesammelt. Das Areal wurde nun der Stadt sauber übergeben.

von Julia Schrenk

Wie man es bei der Mama gelernt hat. So sollte man es machen, das mit dem Müll beim Frequency Festival am Gelände des St. Pöltner Veranstaltungszentrums (VAZ): Den Mist, den man macht, räumt man auch wieder weg. Dieser Tipp kommt von Harry Jenner, Veranstalter des Musikfestivals am Traisen-Ufer in St. Pölten.
So wie jedes Jahr waren die Müllmengen auch heuer wieder enorm, wenngleich die Müllbilanz in diesem Jahr sogar positiver ausgefallen ist, als im Vorjahr. Denn 2013 fielen innerhalb von drei Tagen 300 Tonnen Müll an. Heuer waren es in vier Tagen 270 Tonnen Müll. 100 freiwillige Helfer des sogenannten Green Teams (einer Gruppe von Festivalbesuchern, die sich während der Veranstaltung zum gemeinsamen Müllsammeln getroffen haben), räumten schon während des Musikfestivals 280.000 Liter Müll weg. Dass trotzdem extrem viel liegen geblieben ist – auch ganze Zelte, Pavillons oder Campingsessel – ärgert auch Veranstalter Harry Jenner. „Aber ich kann leider auch nicht die Gesellschaft ändern.“ Die entwickle sich laut Jenner immer mehr zu einer „Wegwerfgesellschaft“.


Höherer Müllpfand

Grundsätzlich habe das Müllkonzept gut gegriffen. 200.000 leere Bierdosen seien zurückgebracht worden. Bei der Traisen wurde eine Ölsperre errichtet, um angeschwemmten Müll aufzuhalten. Auf drei Kilometern Länge sei die Traisen händisch gereinigt worden. Trotzdem will Jenner den Müllpfand, der derzeit bei 5 Euro liegt, im nächsten Jahr verdoppeln. „Man läuft zwar als Veranstalter Gefahr, sich unbeliebt zu machen. Aber wir werden den Müllpfand im nächsten Jahr wahrscheinlich auf 10 Euro erhöhen“, sagt Jenner. Das soll mehr Festivalbesucher davon abhalten, ihren Müll und Teile der Campingausrüstung auf dem Gelände zurückzulassen.
Die Stadt St. Pölten ist mit der Aufräumaktion halbwegs zufrieden: „Ein paar Kleinigkeiten sind noch zu machen, das werden die Veranstalter aber in dieser Woche schaffen“, sagt Rathaussprecher Martin Koutny. Damit das Frequency auch 2015 wie gewohnt über die Bühne gehen kann. Und das wird es im kommenden Jahr auch wieder in der Landeshauptstadt. "Es gibt keinen Grund wegzugehen", sagt Jenner. Spekulationen, wonach das Festival 2016 etwa nach Spielberg abwandern könnte, wollte der Jenner weder dementieren, noch bestätigen.

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