Chronik | Niederösterreich
23.10.2017

NÖ: FPÖ wechselt Spitzenkandidaten aus

Rosenkranz bricht Zusage und bleibt in der Bundespolitik. Landbauer übernimmt.

Der Druck aus der eigenen Partei war am Ende doch zu stark: Trotz aller Beteuerungen, er werde ganz sicher in Niederösterreich bleiben, gab Walter Rosenkranz am Montag offiziell die Spitzenkandidatur für die Landtagswahl am 28. Jänner 2018 ab. Statt ihm wird der Wiener Neustädter Landtagsabgeordnete Udo Landbauer Platz eins der blauen Liste besetzen.

In die Bredouille war Rosenkranz bereits vor Monaten geraten, als klar war, dass er sowohl bei der Nationalrats- als auch bei der Landtagswahl als nö. Spitzenkandidat antreten werde. Er werde - nach der Nationalratswahl - einem möglichen Ruf nach Wien nicht folgen, hatte Rosenkranz noch im September jeden Wechsel in eine mögliche Bundesregierung oder auf den Sessel des Nationalratspräsidenten ausgeschlossen. "Ich gehe nach Niederösterreich, darauf freue ich mich schon sehr", hatte er damals gemeint.

Am Montag war alles ganz anders.

"Es gab am Freitag eine Besprechung mit HC Strache, Gottfried Waldhäusl und mit mir. Es galt strategische Fragen zu besprechen", so Rosenkranz. Strache habe dabei den Wunsch geäußert, Rosenkranz möge der Bundespolitik erhalten bleiben. "Da kann man schwer nein sagen." Er habe Strache den Namen Udo Landbauer als Ersatzkandidat genannt.

Landbauer war 2014 bereits NÖ-Spitzenkandidat für die EU-Wahl und sitzt seit 2013 im nö. Landtag bzw. ist Stadtrat in Wiener Neustadt. "Ich habe, nachdem ich gefragt wurde, eine Nacht darüber geschlafen, und sage mit Freude ja." Als Messlatte für die Landtagswahl gab Rosenkranz Landbauer nicht weniger mit, als "das historisch beste Ergebnis". Das Wahlziel eines Platzes in der Landesregierung bleibe aufrecht. Rosenkranz wird weiterhin Parteichef der nö. Freiheitlichen bleiben.