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Aufreger
07/18/2013

FPÖ-Arbeitnehmer fordern „Deportation“

Die Organisation rechtfertigt sich, man habe nur einen „Slogan der Linken“ abgeändert.

von Matthias Hofer

Ich distanziere mich entschieden von diesen ausländerfeindlichen Ansagen, diese haben in der FPÖ nichts verloren.“ So äußerte sich FPÖ-Klubobmann Gottfried Waldhäusl vor etwas mehr als einem Monat. Damals hatte ein fremdenfeindlicher Facebook-Eintrag der FPÖ Traismauer in Richtung der muslimischen Jugend – auch in den eigenen Reihen – für Unmut gesorgt. Der mittlerweile gelöschte Eintrag hatte zum Inhalt, dass Muslime in Österreich unerwünscht seien. Der Autor ist kein offizielles Mitglied der FPÖ mehr.

Und jetzt fällt eine Teilorganisation der Partei mit der Forderung nach „Deportation“ unangenehm auf. Die Freiheitlichen Arbeitnehmer machen in der aktuellen Ausgabe ihrer FA-Zeitung Werbung für Abschiebungen. Ihre Linie: „Pro Deportation“. Assoziationen mit der Verschleppung von Juden während des Nazi-Regimes weist Vize-Landesobmann Daniel Jägerbauer zurück: „Wir haben in einem klassischen Slogan der Linken deren ,No‘ einfach durch unser ,Pro‘ ersetzt. Wäre das Wort so belastet, hätten es die Linken ja sicher nicht verwendet.“ Im Übrigen handle es sich um einen englischen Slogan. „Und wir haben im Wörterbuch nachgeschaut: Deportation bedeutet Abschiebung.“

In deutscher Sprache machen die Freiheitlichen Arbeitnehmer ihre Haltung zu Muslimen klar: „Hey Moslems wenn euch unsere Meinungsfreiheit nicht gefällt, dann nutzt doch eure Reisefreiheit!!!“
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