Flammennacht: Feuerwehr am Limit

"Vom Schicksal gebeutelt": Zuerst verlor die Familie den Vater, jetzt vernichteten Flammen einen Großteil des Hofes.
Foto: Weichhart

25 Feuerwehren kämpften gleichzeitig gegen Bauernhof-und Waldbrand. Zwei Familien stehen vor Trümmern.

Die Familie ist vom Schicksal arg gebeutelt. Wir werden helfen, wo wir nur können." Kaumbergs Vizebürgermeister Andreas Fischer spricht aus, was sich in der Gemeinde derzeit viele denken: Warum hat es um Himmels Willen schon wieder die Obermaiers erwischt.

Vor vier Jahren starb der siebenfache Familienvater Johann bei einem Traktorunfall und jetzt stehen Hofnachfolger Johannes, 19, seine Mutter und Geschwister vor den Trümmern ihrer Existenz. Bei einem Großbrand Samstagnacht wurde das volle Heulager, eine Hackschnitzellagerhalle und der alte Stalltrakt samt einer Maschinenhalle vernichtet. Das Wohngebäude und ein neu errichtetes Stallgebäude konnten von der Feuerwehr gerettet werden. Die Brandursache ist noch nicht geklärt, verletzt wurde zum Glück niemand.

Den Feuerwehrleuten im Bezirk Lilienfeld wird die Nacht auf Sonntag noch lange in Erinnerung bleiben. Denn gleich drei Brände sorgten dafür, dass die Florianis ans Limit kamen. Denn auch in Ramsau brannte es in einem Waldstück lichterloh. Dass fast gleichzeitig im E-Werk in Lilienfeld noch Flammen aus mehreren Geräten schlugen, sprengte dann fast die Kapazitäten der Löschkräfte. "Insgesamt 25 Feuerwehren standen im Einsatz", berichtet Bezirksfeuerwehrkommandant Anton Weiss.

Hilfe

"Vom Schicksal gebeutelt": Zuerst verlor die Familie den Vater, jetzt vernichteten Flammen einen Großteil des Hofes. Foto: Weichhart "Vom Schicksal gebeutelt": Zuerst verlor die Familie den Vater, jetzt vernichteten Flammen einen Großteil des Hofes.

Auch in Unternalb bei Retz rückten Sonntagmittag 75 Feuerwehrleute zu einem Brand aus. Das Wohnhaus der Familie Oberhofer stand in Flammen. Das Feuer dürfte in der Sauna entstanden sein. Die Familie mit ihrem 13-jährigen Sohn Tristan steht nun vor den Trümmern ihrer Existenz. "Dokumente, Kleidung, alles ist weg", sagt Katharina Oberhofer. Karl Breitenfelder hat der Familie vorübergehend ein Haus zur Verfügung gestellt. "Aber sie haben nicht einmal etwas zum Anziehen", schildert eine Angehörige. Wer helfen will: Sachspenden übernimmt Ortsvorsteher Johann Kurzreiter. Info: 0650/2582103.

(kurier / Johannes Weichhart, Michaela Reibenwein) Erstellt am
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