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Fisolen-Diebstahl: Unbekannte räumten ganzes Feld leer

Zwischen 150 und 200 Kilogramm Fisolen sind von Martin Aschauers Feldern verschwunden. Der Landwirt plant eine Videoüberwachung.
Fisolen passen zu Salaten oder auch zu Fleisch

Es ist eine unangenehme Überraschung, die Unbekannte Martin Aschauer kürzlich bereitet haben. Der Landwirt kultiviert in Nondorf im Bezirk Gmünd verschiedene Sonderkulturen, darunter auch Fisolen zum Selbstpflücken. Die Saison hatte erst vor wenigen Tagen begonnen – nun wurde sie vorerst wieder beendet. Denn auf den buschigen Pflanzen findet sich derzeit keine einzige Bohne mehr.

Als Aschauer am Dienstagmorgen auf seinem Feld ankam, warteten bereits mehrere Gäste darauf, das Gemüse für den Eigengebrauch zu ernten. Noch bevor der Bauer selbst einen Blick auf die Pflanzen werfen konnte, sprach ihn bereits ein Kunde auf die schlechte Nachricht an: „Da sind keine Fisolen mehr oben.“ Zunächst konnte Aschauer das kaum glauben. Dann folgte die bittere Gewissheit. „Ich hab mir gedacht, ich traue meinen Augen nicht“, schildert er gegenüber dem KURIER.

Kameras statt Anzeige

Am Vortag sei er noch selbst auf dem Feld gewesen. Die Ernte müsse daher über Nacht verschwunden sein. Der Landwirt geht von einem Verlust zwischen 150 und 200 Kilogramm aus. „Ärgern tut man sich sicher“, sagt Aschauer. Anzeige erstattet habe er jedoch nicht. „Was soll das bringen?“ Folgen hat der Vorfall dennoch: Künftig soll das Feld videoüberwacht werden.

Es ist nicht das erste Mal, dass Aschauer schlechte Erfahrungen mit dem Prinzip Selbstbedienung macht. Früher stellte der Landwirt für seine Kundinnen und Kunden eine Tupperdose mit Rückgeld bereit – bis der Inhalt gestohlen wurde. Auch bei seinen Melonenständen verzeichnet er regelmäßig Verluste. An manchen Wochenenden liege der Schwund bei bis zu 20 Prozent.

Vorerst bleibt das Fisolenfeld in Nondorf nun geschlossen. Es wird einige Wochen dauern, bis die nächsten Bohnen herangereift sind und wieder bereit sind, gepflückt zu werden.

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