Chronik | Niederösterreich | Feuerwehr
06.07.2018

Kameradschaft macht alles möglich

Die beliebteste Feuerwehr des Waldviertels freut sich über viele Mädchen beim Nachwuchs

Zur beliebtesten Feuerwehr im ganzen Waldviertel haben die KURIER-Leser die Feuerwehr von Schwarzenau im Bezirk Zwettl gewählt. Kommandant Michael Hartner führt das auf zwei besonders wichtige Faktoren zurück: großartige Kameradschaft und engagierte Jugendarbeit.

Dass der derzeitige Führungsstab bereits gemeinsam bei der Feuerwehrjugend war, habe das Team besonders zusammengeschweißt. So gelinge es, dass auch deren Kinder wieder zur Feuerwehr gehen, obwohl es viele andere attraktive Angebote für Kinder und Jugendliche gebe. Gleichzeitig halten gute Mechaniker im Team die fünf Fahrzeuge im Schuss. „Wir üben nicht nur gemeinsam, sondern unternehmen darüber hinaus immer wieder in der Freizeit gemeinsam etwas“, berichtet der Kommandant. So gibt es jeden Winter einen gemeinsamen Skitag und im Sommer Ausflüge, zuletzt nach München oder Budapest.

Was Hartner freut, ist der hohe Frauenanteil auch beim Nachwuchs: „Das tut der Feuerwehr insgesamt gut.“ Das schafft den Zusammenhalt, der immer wieder bei schwierigen Einsätzen nötig ist. Etwa bei der Bergung eines schwerst Verletzten aus einem zerstörten Pkw 2016 oder einem Küchenbrandeinsatz, bei dem es 2013 gelang, eine Pensionistin zu retten.

Volksfest

Was die Mitglieder zusätzlich zusammenschweißt, ist das große Schwarzenauer Volksfest, das die Feuerwehr heuer bereits zum 47. Mal ohne Unterbrechung veranstaltet. Von 13. bis 15. Juli bauen auch diesmal wieder Feuerwehrleute, freiwillige Helfer und Familienangehörige auf einer Wiese ein tolles Festgelände auf. „Die Mitglieder alleine könnten das gar nicht schaffen“, erzählt Michael Hartner. Immerhin müssen die Feuerwehrleute ein riesiges Festzelt errichten, in dem verschiedene Musikgruppen spielen. Da gibt es eine Megaparty, einen Kindernachmittag, eine Verlosung, Weinschank, Bierbrunnen, Spritzerbar, Kebabstand, ein Schnaps- und Mokkastüberl sowie einen modernen Vergnügungspark mit Fahrgeschäften. „Das beschäftigt uns das ganze Jahr“, sagt Hartner lachend. Dafür lässt sich so das Budget aufbessern.