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Familie Badura hat seit 50 Jahren den Trabrennsport im Blut

Der Lanzendorfer Oliver Badura ist einer der erfolgreichsten Amateurfahrer und Züchter Österreichs und eng mit der Badener Trabrennbahn verbunden.
Ein Trabrenngespann auf einer Trabrennbahn

Wenn sich am 31. Mai die Tore der Badener Trabrennbahn – einer der ältesten Europas – zu Saisonbeginn wieder öffnen, steht mit dem Lanzendorfer Oliver Badura einer der erfolgreichsten Amateurfahrer und Züchter Österreichs auf der Tribüne. 

Fast 50 Jahre prägten Vater Friedrich und Sohn Oliver den internationalen und nationalen Trabrennsport, insbesondere in Baden und in der Krieau. Die Faszination für Pferde ist in der Familie nach wie vor ungebrochen.

Eigentlich brachte eine überraschende Fügung die Familie zum Trabrennsport. In jungen Jahren nahm Gastro-Unternehmer Friedrich Badura an einem Kartenturnier teil, bei dem sich der Gewinner über ein Trabrennpferd aus der Krieau freuen durfte. „Von da an, war mein Vater vom Trabervirus infiziert“, erzählt Sohn Oliver, der einige Jahre später ebenfalls unheilbar damit angesteckt wurde. Es blieb nicht lang bei einem Pferd: Nach und nach investierte die Familie in weitere Tiere. In Glanzzeiten gingen sogar zwölf Trabrennpferde in Niederösterreich und Wien an den Start.

Erfolge im In- und Ausland

Darunter einige der schnellsten Österreichs. Mit „Tosca Victory“ hat die Familie eines der bisher erfolgreichsten Trabrennpferde Österreichs hervorgebracht, das nicht nur im Inland mehrere Renn- und Distanzrekorde brach, sondern auch international in Schweden, Norwegen, Deutschland, Frankreich und Ungarn für Furore sorgte.

Der Höhepunkt von Oliver Baduras sportlicher Karriere als Züchter war der Derbysieg 2019 von „Nero Maximus“ in der Krieau; auch dessen Vater „November“ war mit Siegen in Österreich, Deutschland und Italien höchst erfolgreich. „Das Trabrennpferd von der Aufzucht bis zum ersten Rennen zu begleiten, ist wunderschön und spannend“, schwärmt er. „November“ ist heute noch im Familienbesitz und genießt seine Pension in vollen Zügen.

Ein Mann und ein Pferd

Oliver Badura ist aktiver Mäzen dem Trabrennsport in Baden nach wie vor verbunden. 

"Das Wichtigste in der Zucht und im Trabrennsport ist die Wertschätzung gegenüber dem Lebewesen", sagt Oliver Badura. „Viele unserer ehemaligen Rennpferde genießen noch heute ihr Gnadenbrot auf einer Weide in Oberösterreich. Erst unlängst ist eines unserer besten Pferde, ,Dancing Qui´, im hohen Alter von 32 Jahren eingeschlafen.“

Seit seinem 12. Lebensjahr ließ er keinen Renntag in Baden, in der Krieau oder im Magna Racino aus. Im elterlichen Betrieb mitarbeitend, ging Oliver mit 18 Jahren als Amateurfahrer an den Start. In seiner aktiven Zeit gewann er national und international 50 Rennen in Italien, Deutschland, Ungarn, Schweden – und natürlich auch in Baden.

Bekannte Kunden

Im Zuge seiner Tätigkeit im Trabrennsport erweiterte sich auch sein Netzwerk, das er für sein berufliches Standbein als Immobilienmakler gut gebrauchen konnte –  zu seinen Kunden zählen unter anderem der Austro-Kanadier und Milliardär Frank Stronach, Ex-Lugner-Freundin „Bambi“und Ex-Nationaltorhüter Herbert „Funki“ Feurer. Durch seine Verbundenheit zum Trabrennsport und der Badener Kurstadt, verlegte Oliver Badura vor etwa einem Jahr seine Firma aus Schwechat in die Badener Innenstadt, in die Frauengasse wo er bereits weitere Expansionsschritte plant.

Die Badener Trabrennbahn hat es Oliver Badura besonders angetan: „Eine Biedermeier Sommerrennbahn mit einem unglaublichen Flair, so etwas gibt es kein zweites Mal auf der Welt.“ Er weiß, wovon er spricht, hat bereits Anlagen in New York, Stockholm oder Paris gesehen. Zum Saisonbeginn am 31. Mai in Baden soll in Erinnerung an seinen verstorbenen Vater ein Friedrich-Badura-Gedenkrennen stattfinden, denn die Familie Badura schreibt bereits 50 Jahre Trabrennsport-Geschichte. So wurden aufstrebende Talente wie Conrad Lugauer, der seit 2026 neuer Trainer-Chef in Schweden ist und mit Erich Kubes, einer der erfolgreichsten Berufstrabrennfahrer Österreichs, gefördert. 

Neues Fohlen

Auch wenn der Trabrennsport durch das breite Freizeit- und Wettangebot inzwischen zu einer Randsportart geworden ist, verfolgt der gebürtige Wiener Rennen aus der ganzen Welt via Internet-Streaming und ist aktiver Mäzen der Badener Trabrennbahn. In den kommenden Tagen erwartet seine Zuchtperle „Sugababe Diamant“ aus Deutschland ein vielversprechendes Fohlen, Vater des Fohlens wird natürlich sein November sein.

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