Chronik | Niederösterreich
18.01.2012

Fachleute sehen in Stupa touristische Chance für Stadt

Beim Wirtschaftsempfang, kam man Montagabend am buddhistischen Stupaprojekt in Gföhl im Stadtsaal nicht vorbei.

Auch wenn das buddhistische Stupaprojekt in Gföhl, Bezirk Krems, nicht ausdrücklich im Vordergrund stand: Beim Wirtschaftsempfang zum Thema touristische Chancen, kam man Montagabend im Stadtsaal nicht daran vorbei. Die geladenen Experten bescheinigten dem Projekt, dass es sich durchaus günstig auswirken könne – wenn die Einheimischen es annehmen und mittragen. Rund 100 Personen nahmen die Einladung dazu an.

„Alles, womit sie sich von den anderen abheben, ist eine Chance. Der Stupa könnte einen positiven Effekt auslösen“, stellte Wirtschaftsberater Ewald Kloser fest, der auch das Projekt unterstützt.

Johannes Pernerstorfer, Chef der Gföhler Bürgerliste, zeigte sich bei der Podiumsdiskussion skeptisch, dass der Bau geeignet für ein Tor zum Waldviertel sei. Als solches hatte Tourismus-Manager Gerwald Hierzi Gföhl bezeichnet. Er sieht persönlich darin eine Chance, für die sich die Gföhler aber erst entscheiden müssten.

„Persönlich sehe ich den Stupa als sehr positive Sache. Denken sie groß“, forderte der Zwettler Unternehmer Christoph Kastner, der als Chef des Wirtschaftsforums Waldviertel gekommen war.

Regionalmanagerin Ursula Poindl, verglich den Stupa mit dem Eiffelturm: „Der hat, als er gebaut wurde, bei den Parisern für Entrüstung gesorgt. Heute ist er oft das Erste, woran man bei Paris denkt.“

Anton Rohrmoser, Leiter des Bildungszentrums Gföhl, zeigte sich erschüttert darüber, dass Menschen vor einem Buddhistischen Zentrum Angst haben können. „Tourismus ist unglaublich wichtig für das Waldviertel und die Mönche haben eine Grundhaltung der Friedenssicherung“, betonte er.

Stadtchef Karl Simlinger zeigte sich erfreut über die sachliche Diskussion.