Chronik | Niederösterreich
08.01.2013

Explosion im Keller beschädigte Einfamilienhaus schwer

Ein vermutlich unabsichtlich eingeschalteter E-Herd löste das Unglück aus.

Eine ohrenbetäubend laute Druckwelle rollte Montagabend mit zerstörerischer Wucht durch ein Einfamilienhaus in Golling im Bezirk Melk. Ein Brand in einem Kellerraum hatte eine Explosion ausgelöst, die das schmucke Holzblockhaus regelrecht zum Bersten brachte. Der Hausbesitzer, 47, und sein Sohn, 14, die sich beide im Haus befanden, blieben zum Glück fast unverletzt.
„Die Wucht war unglaublich. Die Sicherheitstür des Kellerraumes wurde regelrecht aufgesprengt. Im Vorraum im Obergeschoß ist eine Tür ausgerissen worden“, erzählt Peter Jandl. Er war beim Unglück in einem Nebenraum im Keller. Sein Sohn Martin befand sich oben im Wohnzimmer. Sogar dort sei er regelrecht von einem Stuhl geschleudert worden, erzählt seine geschockte Mutter Hildegard. „Man muss froh sein, dass niemandem etwas passiert ist, aber was mit unserem Haus geschehen ist, ist schrecklich“, sagt die Frau.

Schaden

Nicht nur verbogene Stahl- und zerstörte Holztüren zeugen von der Gewalt der Explosion. Rund um das Haus und zwischen den Holzbalken an den Wänden sind Fetzen von Dämmwolle zu finden. Das zeigt, dass der Druck die Wände aufgerissen und das Dach gehoben hat. „Keine Ahnung, wie groß der Schaden ist. Erst müssen die Sachverständigen kommen“, sagt Hausherr deprimiert.
Sofort nach der Erschütterung begann Jandl mit den Löscharbeiten bis wenig später die Feuerwehrleute übernahmen. Der Vater musste mit einer leichten Rauchgasvergiftung kurz ins Spital gebracht werden.

Die Ursache für die Explosion bleibt vorerst rätselhaft. Jandl hatte während des Tages Gegenstände in dem Raum verstaut. Dabei dürfte er unabsichtlich einen E-Herd eingeschalten haben, was den Brand auslöste. Ob im Raum gelagerte kleine Gaskartuschen die enorme Explosion ausgelöst haben, werden Brandexperten der Polizei untersuchen.