Ehrenamt in NÖ stützt das Kulturleben und schützt vor Einsamkeit
Hohes Interesse bei der Programmpräsentation von Kultur.Region.Niederösterreich".
Die Vielfalt der Initiativen, Vereine, Gemeinden und Projektträger, die in Niederösterreich für das landesweite Kulturgeschehen sorgen, galt es Donnerstagabend im NÖ Landhaus in St. Pölten zu präsentieren. Bei der Programmvorstellung durch die Dachorganisation „Kultur.Region.Niederösterreich“ konnte natürlich nur ein Bruchteil des Schaffens der 250.000 Kulturengagierten im Land dargestellt werden. Gänsehautmomente bei Musikdarbietungen, Spaß und auch Staunen waren den Gästen aber garantiert.
Das Jahresmotto „Tradition und Innovation“ zieht sich heuer durch viele Seminare, Workshops und Events der Tochterbetriebe der NÖ Kultur. Etwa gleich am kommenden Sonntag beim 29. Museumstag des NÖ Museumsmanagements. „KI trifft Museumsalltag – Strategien für die Praxis“, so der Titel. Ehrenamtliche, die wie in den meisten Sparten der nö. Regionalkultur tätig sind, lassen sich bei der Fachtagung auf die Chancen, Risiken und Gefahren der Künstlichen Intelligenz ein.
Freiwillige in NÖ
Jeder Ehrenamtliche leistet einen wesentlichen Beitrag für das Kulturland, lobte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. Ihr Wunsch: Dass sich weiter jeder zweite in NÖ ehrenamtlich engagiere. „Wir brauchen das Ehrenamt in allen Regionen und Gemeinden. Es schützt vor Einsamkeit, es gibt uns Vertrauen und Kraft“, sagte sie. Tradition und Innovation sehe sie nicht als Widerspruch, so Mikl-Leitner. Lebendige Kultur entstehe durch starke Wurzeln und sei offen für Neues.
Sparzwang
Im von Kultur.Region-Geschäftsführer Martin Lammerhuber moderierten Programm blieb auch der Sparkurs im Land nicht ausgespart. „Wir werden in der Struktur sparen, aber sicher nicht am Kulturangebot“, so Mikl-Leitner. Als Beispiel nannte sie das Musikschulwesen, das heuer auf 63.000 Schüler mit 2.500 Pädagogen angewachsen sei. Ab Herbst mutieren Musikschulen zu Musik- und Kunstschulen. Kreative Fächer, wie Fotografie, Schauspiel oder bildende Kunst werden zusätzlich unterrichtet.
Mit Interviewpartnern aus den Kultursparten unternahm Lammerhuber einen Streifzug durch das Jahresprogramm. Musikvermittler Volker Gallasch stellte etwa den Lehrgang „Volkskultur neu denken“ vor und die Pulkauer Leiterin des noch jungen Heimatmuseums, Doris Hauser, informierte über die Digitalisierung in Regionalmuseen.
Viertelfestival
Stimmung für das Viertelfestival im Weinviertel machten die Fotografin Elli Jegel und der musikalische Weinhauer Werner Zirnsack. Vertreterinnen des NÖ Freiwilligencenters, der Musikschulen, der Akademie der Regionalkultur, der Initiative „ZeitPunktLesen“, der NÖ Musikszene oder von „Nachbarschaft leben“ stellten ihre Schwerpunkte vor.
Kulturevents gibt„s laufend: Die nächsten sind etwa das Finale der Liedermacher (17. März) in Purkersdorf, ein Konzert des NÖ Jugendsinfonieorchesters (5. April) in Grafenegg oder die Nacht der Chöre (13. Mai) in Krems.
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