Soll in neuem Glanze strahlen: St. Pöltner Dom kostet Millionen
Der St. Pöltner Dom prägt seit dem Jahr 790 das Stadtbild St. Pöltens. Mit den Jahren hat der Ort nicht nur an historischer Bedeutung gewonnen, sondern ist baufällig geworden.
Diözesanbischof Alois Schwarz: "Wir müssen den Dom für die Zukunft erhalten und außerdem ist es schön wenn die Gläubigen sich nicht beschweren müssen, dass es reinregnet." Im Zentrum der nächsten Etappe der Renovierungsarbeiten steht das baufällige Dach.
Heute fand die dritte Kuratoriumssitzung für den Dom statt, in welcher man die nächste Bauetappe für 2026/27 beschlossen hat. In dieser Etappe stehen die Neueindeckung des Langhausdaches sowie die Sanierung der Fassaden auf der Nord- und Südseite im Mittelpunkt, wo rund 1.100 Quadratmeter Dach neu gedeckt und auch die Fenster saniert werden.
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner mit (re.) Diözesanbischof Alois Schwarz und (li.) Bürgermeister Matthias Stadler.
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner spricht von einem "Herzensanliegen". Der Dom sei nicht nur ein Ort des Glaubens, sondern auch zentral für die Landeshauptstadt.
Der Dom sei zudem „sichtbares Symbol für unsere christlichen Wurzeln und unser Selbstverständnis in Niederösterreich.“ Niederösterreich sei ein christlich geprägtes Land, „dazu stehen wir, das ist unsere Haltung“, betonte Mikl-Leitner.
Wirtschaft ankurbeln
Auf die Frage, warum gerade in wirtschaftlich schwachen Zeiten der Dom renoviert werde, antwortete Mikl-Leitner: "Weil es wichtig ist, gerade auch für den Tourismus. Die Menschen brauchen gerade jetzt Orientierung und Halt, das bietet der Dom. Außerdem kurbeln wir so auch die Bauwirtschaft an."
Präsident des Bundesdenkmalamtes Christoph Bazil gibt außerdem zu Bedenken, dass ein Drittel der Baudenkmäler in Eigentum der Kirche stehen. Deren Erhalt sei auch ein wichtiger Aspekt der Denkmalpflege.
Kulturelles und spirituelles Erbe
Gerade in herausfordernden Zeiten seien Kirchen, Stifte und Klöster geistliche Kraftwerke für die Menschen, um innezuhalten und Orte, an denen Gemeinschaft entstehe.
„Wir haben daher eine Verantwortung: Das kulturelle und spirituelle Erbe, das wir von früheren Generationen übernommen haben, an die nächsten Generationen weitergeben“, führte die Landeshauptfrau aus.
Über insgesamt acht Etappen soll die Restaurierung erfolgen, zwei sind bereits abgeschlossen. Die acht Millionen Euro Gesamtkosten werden aufgeteilt, 20 Prozent übernimmt das Land, den Rest steuern die Diözese und der Förderverein bei.
Über Fundraising-Projekte soll der Bau finanziert werden, es werden einige Konzerte veranstaltet. "2027 planen wir ein großes Konzert mit Monika Ballwein im Festspielhaus", führt Vereinsobmann Herbert Klenk aus.
Bürgermeister Matthias Stadler kündigte an, dass der Turm, dessen Sanierung Hauptziel der ersten beiden Etappen war, in wenigen Tagen wieder Gerüstfrei sein werde. Spätestens nach 2031 soll der St.Pöltner Dom in neuem Glanz erstrahlen, bis dahin wird fleißig gearbeitet.
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